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Leipzig wird besser als Dresden – Der DNN-Chefredakteur hat noch Hoffnung

DNN-Sommerfest Leipzig wird besser als Dresden – Der DNN-Chefredakteur hat noch Hoffnung

Die nächsten Wahlen sind noch weit, das diesjährige DNN-Sommerfest war trotz Brexit so unpolitisch wie lange nicht. Dabei hatte DNN-Chefredakteur Dirk Birgel in seiner traditionellen Rede alle Register gezogen und gewohnt launisch-bissig das politische Geschehen analysiert.

Das DNN-Sommerfest endete mit einem Feuerwerk.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Das Wetter war sommerlich, die Atmosphäre entspannt. Kein Vergleich zum vergangenen Jahr, als es kühl war, aber hitzig zuging. Diesmal gaben sich die Protagonisten von 2015 freundlich lächelnd die Hand: Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sind keine Rivalen mehr um das Amt des Stadtoberhaupts. Die nächsten Wahlen sind noch weit, das diesjährige DNN-Sommerfest war trotz Brexit so unpolitisch wie lange nicht.

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Mehr als 600 Gäste beim DNN-Sommerfest

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Dabei hatte DNN-Chefredakteur Dirk Birgel in seiner traditionellen Rede alle Register gezogen und gewohnt launisch-bissig das politische Geschehen analysiert. „Deutschland hat genug Probleme. Horst Seehofer zum Beispiel. Bei dem fragt man sich nur noch: Was macht er als nächstes, um Merkel zu ärgern?“ Birgel schlug ein Bündnis mit Kim Jong Un vor. „Oder er beantragt für Merkel die Mitgliedschaft in der SPD. Oder er zeugt ein uneheliches Kind – mit Frauke Petry.“

Überhaupt die AfD. Der Vize-Chef der Partei Alexander Gauland bekam sein Fett weg für seine Einstellung zu deutschen Nationalspielern wie Jerome Boateng. „Der Name Gauland ist eigentlich Programm. Ein GAU für das Land. Stellen Sie sich vor, der wird unser nächster Bundespräsident. In Österreich hätte es ja fast geklappt“, so der DNN-Chefredakteur.

Birgel musste aber auch bittere Wahrheiten unter die Sommerfest-Gäste bringen: Leipzig hat Dresden den Rang abgelaufen. 1. Liga, schönster Zoo im Osten, ein Bahnhof mit richtiger ICE-Anbindung, höheres Steueraufkommen, selbst der Citytunnel ist irgendwie fertig geworden. „Und jetzt auch noch Geburtenhauptstadt. Wie konnte das passieren?“, fragte der Chefredakteur und gab gleich selbst die Antwort: „Ganz einfach: Wir beschäftigen uns in Dresden mit den wesentlichen Dingen.“ Die Zuschüttung des Fußgängertunnels am Neustädter Markt, 20 Jahre Debatte um die Königsbrücker Straße, zwei Geländer im Rathaus und an der Albertbrücke – die „Liste der Wesentlichkeiten“ ist lang.

Bürgermeister und Stadträte konnten diese Worte nicht vernehmen – sie saßen zeitgleich im Rathaus in der Stadtratssitzung. Weil sich der Stadtrat auf seinen Sitzungen endlose Debatten geleistet hatte, war so viel liegengeblieben, dass vor der Sommerpause Nachsitzen am Freitag angesagt war. Es dämmerte bereits, als der Sitzungsleiter, der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU), abgekämpft Schloss Albrechtsberg erreichte.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) kam auch später – er hatte mit dem Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG in Leipzig getagt. Den Vorschlag Birgels, der junge, vitale OB möge etwas dafür tun, dass Dresden den Titel Geburtenhauptstadt zurückholt, konterte Hilbert gelassen: „Machen wir“, entgegnete er dem Chefredakteur, „aber nur, wenn Sie mitziehen.“ Vielleicht klappt es ja auch ohne dieses Engagement: Zahlreiche Gäste brachten ihre Kinder mit. Jüngste Besucherin des DNN-Sommerfestes war die sechs Monate alte Ella, die selig im Tragetuch am Körper ihrer Mama Susan Woitscheck schlief.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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