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erburg Sturm über ihre kleine Ausstellung auf dem Sonnenstein in Pirna

erburg Sturm über ihre kleine Ausstellung auf dem Sonnenstein in Pirna

Über Pirnaer Sandstein hat Museumspädagogin Gerburg Sturm in nur drei Monaten eine kleine Ausstellung zusammengestellt. Was es zu sehen gibt, berichtet sie im DNN-Interview.

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Gerburg Sturm zeigt in der Ausstellung unter anderem Steinmetzwerkzeug.

Quelle: Silvio Kuhnert

Frau Sturm, Sie haben eine kleine Ausstellung über Pirnaer Sandstein konzipiert. Sie kann nun in den Bastionen des Schlosses Sonnenstein gemeinsam mit dem Skulpturensommer besichtigt werden. Was gibt es für die Besucher zu entdecken?

Für die Ausstellung habe ich zwei Themen aufgegriffen - zum einen die Entstehung des Sandsteins und zum anderen die Bearbeitung durch Steinmetze. Der Geologe Dieter Kutschke hat einen Text zur Entstehungsgeschichte verfasst sowie eine Grafik entwickelt, die auf der ersten Tafel der Ausstellung zu sehen sind. Daneben befindet sich ein fossiler Stein, den die Sächsischen Sandsteinwerke gesponsert haben. Auf einer weiteren Tafel stellen wir die verschiedenen Arten des Sandsteines vor - den Postaer, Cottaer und Reinhardtsdorfer Sandstein -, benennen ihre verschiedenen Eigenschaften sowie deren unterschiedliche Verwendung.

Sandstein ist also nicht gleich Sandstein. Welche Unterschiede gibt es?

Der Name Postaer Sandstein zum Beispiel ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Qualität von Sandstein. Er ist besonders verwitterungsresistent, grobkörnig und fest. Diese Eigenschaften machen ihn zum Postaer Sandstein, egal wo er gebrochen wurde. Das heißt, Postaer Sandstein muss nicht aus Posta stammen. Der Cottaer Sandstein ist viel weicher. Er wird vor allem von Bildhauern geschätzt. Der Reinhardtsdorfer Sandstein ist ein Mittelding zwischen den beiden anderen.

In welchen Bauwerken kann man die Sandsteinarten finden?

Der Postaer Sandstein ist beispielsweise bei der Außenhülle der Frauenkirche verbaut worden. Für den Altar in der Pirnaer St. Marienkirche wurde der Cottaer Sandstein verwendet. Den Reinhardtsdorfer hat man für den Wiederaufbau des Braunschweiger Schlosses nach Niedersachsen geliefert.

Prelleisen, Krönel, Scharriereisen; Fäustel und andere Werkzeuge liegen an einer weiteren Station aneinandergereiht. Was hat es damit auf sich?

In der kleinen Ausstellung wollen wir nicht nur über die Entstehung und die unterschiedlichen Arten, sondern auch über die Formen der Oberflächenbearbeitung des Sandsteines informieren. So sind die Flächen bossiert, gespitzt, gekrönelt, gezahnt, gestockt oder scharriert. Auf Tafeln zeigen wir, wo man die entsprechend bearbeiteten Steine in Pirna finden kann. Dazu gibt es auch einen kleinen Stadtführer, den der Besucher in die Hand bekommt. Mit ihm kann er die Orte in der Altstadt aufsuchen, die hier in den Bastionen vorgestellt werden, im Original anschauen kann.

Wann hat denn die Ausstellung geöffnet?

Bis September kann sie wie der Skulpturensommer von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt drei, ermäßigt zwei Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2014

Silvio Kuhnert

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