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Zwischen Pirna und Sebnitz fahren auch in Zukunft Züge

Stilllegung der Bahnstrecke ist vom Tisch Zwischen Pirna und Sebnitz fahren auch in Zukunft Züge

Der Freistaat Sachsen bekommt vom Bund jährlich 50 Millionen Euro für die Finanzierung des Personenzugverkehrs zusätzlich. Damit ist die Schließung der Strecke zwischen Pirna und Sebnitz vom Tisch. Gegen eine mögliche Stilllegung der Zugverbindung regte sich massiver Protest.

Über die Stadtbrücke in Pirna rollen auch in Zukunft Züge nach Sebnitz.

Quelle: Daniel Förster

Pirna/Sebnitz. Die Zugverbindung von Pirna nach Sebnitz bleibt erhalten. „Zuschüsse des Freistaates Sachsen für den Nahverkehr wird es auch in den kommenden Jahren geben. Der Sächsische-Schweiz-Ring, die Strecke SB 71 Pirna-Neustadt/Sa.-Sebnitz, ist damit auch in Zukunft gesichert“, teilte am Montag CDU-Landtagsabgeordneter Jens Michel mit. Der Bund habe die Regionalisierungsmittel für den Freistaat Sachsen aufgestockt, der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) stelle die Zugverbindung zwischen der Sandstein- und der Kunstblumenstadt über Lohmen, Stolpen und Neustadt nicht mehr in Frage, heißt es in der Mitteilung weiter.

In der Diskussion um die Neuverteilung der sogenannten Regionalisierungsmittel, jenen Zuschüssen, die die Länder vom Bund zur Finanzierung des Personennahverkehrs jährlich erhalten, schlugen die Verkehrsverbünde zu Beginn des Jahres Alarm. Sie wollten unrentable Zugstrecken stilllegen, wenn sie weniger Geld erhalten. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hätte dies die Strecke zwischen Pirna und Sebnitz getroffen. Sie im Schülerverkehr von großer Bedeutung, stand aber auf dem Prüfstand, da sie im Kreisgebiet die wenigsten Fahrgäste unter allen Bahnverbindungen zählt.

Wie Michel nun informierte, stocke der Bund die Regionalisierungsmittel um jährlich 50 Millionen Euro auf. „Schon der jetzt veröffentlichte Regierungsentwurf für den sächsischen Doppelhaushalt 2017/2018 stellt klar, dass es nicht weniger Mittel geben wird.“ Hinzu komme ein gutes Verhandlungsergebnis Sachsens. „Die Aufstockung des Bundes ist bis in das Jahr 2031 vereinbart“, berichtete der Wahlkreisabgeordnete.

Gegen eine mögliche Schließung der Zugverbindung regte sich im Landkreis massiver Protest. Nicht nur die Bürgermeister der Kommunen entlang der Strecke sowie der Kreistag protestierten. An einer von der Interessengemeinschaft Kohlmühle initiierten Unterschriftensammlung beteiligten sich rund 10000 Bürger. Die Listen wurden an die sächsische Staatsregierung übergeben. Wie Michel weiter mitteilte, sei nun eine Streichung der Regionalisierungsmittel des Bundes um 25 Prozent für den Freistaat Sachsen kein Thema mehr.

Der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) ist mit diesem Ergebnis zufrieden: „Unser Einsatz hat sich gelohnt“. Die Einwohner des Landkreises hätten bei den Unterschriftensammlungen ein klares Zeichen gesetzt. „Ich verstehe dies als Signal an uns Kommunalpolitiker auch in Zukunft für den Erhalt und den weiteren Ausbau unseres Personennahverkehrs einzutreten“, so das Stadtoberhaupt, der auch der Chef der CDU-Kreistagsfraktion ist.

Der VVO, erwartet vom Land nun, das er die vom Bund zugesagten Mittel an die Zweckverbände weiterreicht. „Hier besteht noch Bedarf zur Nachsteuerung im Haushaltsentwurf, auch für die Schmalspurbahnen“, ergänzte VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen noch eine Forderung.

Von Silvio Kuhnert

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