Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Zwei sächsische Weingüter schenken auf Fachmesse ProWein aus

Zwei sächsische Weingüter schenken auf Fachmesse ProWein aus

Düsseldorf/Meißen/Radebeul. Rund 5500 Aussteller aus 50 Ländern: Auf der weltgrößten Weinmesse ProWein in Düsseldorf von Sonntag bis Dienstag hat ein so kleines Anbaugebiet wie Sachsen erhebliche Mühe, überhaupt wahrgenommen zu werden.

Voriger Artikel
Mit den Augen der Kinder gesehen - Ausstellung mit Arbeiten aus der Kunsttherapie der Kinderarche
Nächster Artikel
Grünes Licht für Seniorenwohnpark im Spitzgrund

Die Hoflößnitz ist zum ersten Mal auf der ProWein in Düsseldorf dabei. Ihren Anteil an der Weinproduktion hatten vergangenes Jahr auch die Azubis Adrian Schul und Konrad Bittner, die unter anderem Unkraut unter den Rebstöcken entfernten.

Quelle: Lars Müller

Dem Weinbauverband ist es in diesem Jahr abermals nicht gelungen, einen gemeinsamen Auftritt sächsischer Winzer zu organisieren. Im vergangenen Jahr war der Verband noch zuversichtlich, dass dies irgendwie machbar wäre. Geringe Weinmengen und hohe Kosten lassen eine gemeinsame Investition in Marketing aber utopisch erscheinen. Zudem halten sich die Zusammenarbeit in der sächsischen Winzerschaft und gemeinsame Auftritte zur Vermarktung des Sachsenweins traditionell in Grenzen.

Trotzdem ist das sächsische Anbaugebiet vertreten. Dafür sorgen erneut das Weingut Schloss Proschwitz und erstmals das Radebeuler Stadtweingut Hoflößnitz. Die Hoflößnitz präsentiert sich am Gemeinschaftsstand von Ecovin - Bundesverband Ökologischer Weinbau, dem das Radebeuler Gut seit vergangenem Jahr angehört. "Wir wollen insbesondere unsere neuen pilzwiderstandsfähigen Sorten präsentieren, die nach und nach in den Ertrag kommen", sagt Geschäftsführer Jörg Hahn. Cabernet Carbon, Cabernet Cortis und Cabernet Blanc nennt er als Beispiele. Bekannter sind da schon Regent, Johanniter und Solaris oder traditioneller Riesling, Grauburgunder sowie Traminer. Die ProWein wollen Hahn und sein Team nutzen, um ihre Weine mit denen anderer Ökoweingüter zu vergleichen. Es gehe ihm nicht darum, neue Absatzmärkte zu erschließen, so Hahn. Vielmehr sei ihm die Meinung der Experten zu den sächsischen Bio-Weinen wichtig. Vom Jahrgang 2014 hat die Hoflößnitz 36 000 Liter im Keller, das sind 16 000 Liter mehr als im Jahr zuvor. Bis 2017/18 sollen gut zehn Hektar Rebfläche im Vollertrag stehen, dann will die Hoflößnitz bis zu 60 000 Liter ausbauen. Die 1,5 Hektar, die derzeit noch konventionell von Pächtern bewirtschaftet werden, plant das Stadtweingut mittelfristig in den eigenen Bio-Betrieb zu integrieren, kündigt Hahn an. Dann soll auch sukzessive die Vermarktung zugekauften Bio-Weins zurückgefahren werden. Immer wieder einmal gerät der kommunale Betrieb wegen des Weins aus anderen Anbaugebieten unter dem Label der Hoflößnitz in die Kritik, obwohl sich das Unternehmen strikt an die Gesetze hält und den Wein auch vorschriftsmäßig deklariert. Allerdings wird der Cuvée H - so der Markenname - gelegentlich in der Gastronomie als echter Sachsenwein angeboten und dann überteuert ausgeschenkt, worauf wiederum die Hoflößnitz keinen Einfluss hat.

Derlei Probleme kennt man auf Schloss Proschwitz nicht. Das Prädikatsweingut ist seit Mitte der 1990er-Jahre auf der ProWein vertreten. Man nutze die Weinmesse zur Präsentation der aktuellen Kollektion und von Jungweinen, sagte Unternehmenssprecherin Alexandra zur Lippe. Zudem diene die Messe dem Erfahrungsaustausch mit Winzern aus anderen deutschen Anbaugebieten sowie als Kontaktplattform zu internationalen Weingütern und Handelshäusern. Unternehmenschef Georg zur Lippe hofft auf Gespräche mit Exporteuren, Großhändlern und Agenturen. "Und als Winzer sieht man sehr gut, in welcher qualitativen Position man sich im internationalen Bereich befindet", so der Prinz.

Das Weingut Schloss Proschwitz verkaufe seine Weine schwerpunktmäßig in Sachsen, hieß es. Seit zwei Jahren werde zudem die Präsenz in den Altbundesländern ausgedehnt. Der Exportanteil des Proschwitzer Weinguts liege derzeit bei drei Prozent, Tendenz leicht steigend. Elf Weine schenkt das sächsische Gut aus und präsentiert damit seine gesamte Bandbreite - vom einfachen 2014er Goldriesling bis zum Spätburgunder Großes Gewächs 2012 aus dem Barrique. Zudem ist das Tochterunternehmen Weinhaus zu Weimar in Düsseldorf dabei, dessen Weine in Thüringen angebaut und in Sachsen ausgebaut werden.

Die ProWein ist eine reine Fachmesse, Zutritt hat ausschließlich Publikum aus der Wein- und Gastrobranche. www.prowein.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.03.2015

Lars Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

23.09.2017 - 20:46 Uhr

Die Backhaus-Kicker lassen in dem Oberligaspiel in der Lausitz zu viele Chancen liegen und unterliegen schließlich 0:1.

mehr