Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Zwei Jahre Haft für Seriendieb aus Meißen

Zwei Jahre Haft für Seriendieb aus Meißen

Meißen. Wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls, Fahrens ohne Führerschein, Urkundenfälschung und Drogenbesitzes ist Mike W. gestern vom Amtsgericht Dresden zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Meißen. Wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls, Fahrens ohne Führerschein, Urkundenfälschung und Drogenbesitzes ist Mike W. gestern vom Amtsgericht Dresden zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Da der 38-Jährige aus Käbschütz (Landkreis Meißen) vom Amtsgericht Pirna vor kurzer Zeit bereits wegen ähnlicher Delikte zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden ist, muss er jetzt ziemlich viel Zeit hinter Gittern verbringen. Und trotzdem kann er fast sagen: "Glück gehabt". Bei seinem Vorstrafenregister und der umfangreichen Anklageschrift hätte die Sache auch anders ausgehen können. Rund eine Dreiviertelstunde brauchte Staatsanwältin Sabine Greiffenberg um gestern die Anklagepunkte zu verlesen.

Gerade aus der Haft entlassen, hatte er von Februar bis November 2011 im großen Stil geklaut - von Meißen über Dresden und Radebeul bis Ottendorf-Okrilla und Großenhain zog sich seine Spur. Er hatte es auf Firmen, Baustellen, Autohäuser und Gewerbeparks abgesehen und ließ alles mitgehen, was er brauchte oder verkaufen konnte. Vom Paket Kaffee bis zu Baumaterial, Diesel oder Werkzeug. Bevorzugt stahl er Buntmetall - das bringt beim Schrotthändler viel Geld. Für die Diebstähle nutzte er ein Auto, obwohl er keinen Führerschein besaß. Gelegentlich fuhr er mit einem falschen Nummernschild.

Mit dem Verkauf der gestohlenen Sachen finanzierte sich der arbeitslose Koch seinen Drogenkonsum. Zimperlich war Mike W. bei seinen Beutezügen nicht. Häufig war der Sachschaden höher als der Diebstahlsschaden. Als ihn die Meißner Polizei erwischte und das Diebesgut, in dem Fall Elektrokabel, abnahm und in einem umzäunten Behördenareal lagerte, stieg er selbst dort über den Zaun und holte sich die Dinge wieder. Das nennt man im Juristendeutsch Verstrickungsbruch.

Dazu gehört eine Menge kriminelle Energie. Seine Taten hätten auch härter bestraft werden können. Zu seinen Gunsten werteten das Gericht und die Staatsanwaltschaft vor allem sein glaubwürdiges Geständnis, auch wenn er einige Vorwürfe zurückwies. Er ersparte damit allen eine langwierige und teure Verhandlung mit erheblichem Aufwand und vielen Zeugen. "Sie müssen jetzt aber endlich mal erwachsen werden, von den Drogen wegkommen und Geld durch Arbeit verdienen", gab ihm Richter Ralf Schamber mit auf den Weg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.09.2012

ml

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

20.08.2017 - 09:58 Uhr

Keßler-Schützlinge gewinnen gegen Aufsteiger Eintracht Leipzig-Süd verdient mit 3:0 (2:0) Adrian Eckhardt trifft doppelt.

mehr