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Zuschuss von 65 Millionen Euro für ländlichen Raum in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge

Zuschuss von 65 Millionen Euro für ländlichen Raum in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge

Mit über 65 Millionen Euro wurden über 750 Projekte in den vergangenen fünf Jahren aus dem EU-Fördertopf "Integrierte Ländliche Entwicklung" (ILE) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterstützt.

Die Zuschüsse flossen in private und öffentliche Investitionen. Mit den jeweiligen Eigenanteilen beträgt die Gesamtinvestitionssumme in der Förderperiode 2008 bis 2013 knapp 95 Millionen Euro. Das berichtete Landrat Michael Geisler (CDU) auf der gestrigen Kreistagssitzung in Pirna.

Mit dem Auslaufen des fünfjährigen Förderzeitraums versiegt der Fördertopf nicht. "Die Förderung des Ländlichen Raums läuft ab 2014 weiter. Die bisherigen Förderschwerpunkte sollen in den Grundzügen erhalten bleiben", informierte Geisler. Unterstützung können junge Familien, Unternehmen, Vereine und Kommunen aus den ILE-Regionen Sächsische Schweiz und Silbernes Erzgebirge im Landratsamt beantragen. Die Projektideen können aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Wohnraumschaffung für private Zwecke, soziokulturelle Infrastruktur und Kulturerbe sowie kommunale Straßen, Wege und Plätze stammen. Beratung und Projektbegleitung bietet der Verein "Landschaf(f)t Zukunft" an.

Von den Fördermillionen floss reichlich ein Viertel in kommunale Investitionsvorhaben. Schwerpunkte seien hier die Sicherung und Verbesserung des Straßennetzes. So wurden mit ILE-Mitteln die Sohraer Straße in der Gemeinde Klingenberg und die Dorfstraße im Kreischaer Ortsteil Kleincarsdorf grundhaft ausgebaut, zählte Landrat Geisler in seinem schriftlichen Bilanzbericht als Beispiele auf. Darüber hinaus kamen 278 000 Euro der Breitbanderschließung in Ortsteilen der Gemeinde Bannewitz zugute. Im Pirnaer Ortsteil Bonnewitz wurde mit über einer halben Million Euro Förderung der Dorfplatz umgestaltet. Zu den Zielen des Programms gehöre es, typische Siedlungsstrukturen zu erhalten.

Diese Bewahrung umfasst auch ortsbildprägende Bausubstanz in Privatbesitz. In Wilschdorf entstanden in einer Scheune mit Hilfe von ILE zwei Büros. So konnten mit einem Zuschuss von rund 90 000 Euro für insgesamt 215 000 Euro das Fachwerkgebäude vor dem Verfall gerettet und Arbeitsplätze im Ort gesichert werden. In Rehefeld wurde über ILE ein altes Haus zu Ferienwohnungen umgewandelt. In die umgekehrte Richtung gingen zwei Familien in Bad Gottleuba. Sie bauten ein ehemaliges Ferienobjekt zu einem Wohnhaus um. Für das über 270 000 Euro teure Vorhaben erhielten sie einen ILE-Zuschuss von fast 44 Prozent.

Insgesamt sind 17,3 Prozent der 63 Millionen Euro in die Schaffung privaten Wohnraums geflossen. In fast der gleichen Höhe wurde die soziokulturelle Infrastruktur gefördert. 14,9 Prozent der Gesamtfördersumme kam Projekten in Wirtschaft und Gewerbe zugute. Über 38 Millionen Euro wurden in der ILE-Region Silbernes Erzgebirge und über 24 Millionen Euro in der Sächsischen Schweiz ausgegeben. Die meisten Förderprojekte gab es in der Stadt Wilsdruff. Hier haben von dem EU-Fördertopf 38 öffentliche und 20 private Vorhaben profitiert. Es folgen Klingenberg (insgesamt 45), Glashütte (44) und Altenberg (35).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.07.2013

Kuhnert, Silvio

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