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Zuschüsse für Kultureinrichtungen bleiben 2015 stabil

Zuschüsse für Kultureinrichtungen bleiben 2015 stabil

Radebeul/Landkreis Meißen. Kulturraumförderung - das bedeutet lange Listen mit unzähligen Anträgen und Bewilligungen. Es ist ein kompliziertes Spiel mit kleinen und großen Summen, von denen die verschiedensten Theater, Museen und Veranstaltungshäuser in den zu einem Kulturraum zusammengeschweißten Landkreisen Meißen und Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge abhängen.

Man kann es aber auch einfacher sehen. "Das ist wie jedes Jahr", sagt Meißens Landrat Arndt Steinbach (CDU).

Er entwirft ein grobes Muster: "Der Landkreis Meißen gibt rund eine Million Euro, der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auch und der Freistaat legt noch einmal rund vier Millionen drauf. Macht sechs Millionen Euro. Zwei Millionen Euro davon bekommt unser Orchester." Gemeint ist die Elbland Philharmonie, die als Kulturraum-Orchester jährlich 1,9 Millionen Euro Förderung kassiert.

Doch was passiert mit dem Rest? Zieht man die Verwaltungskosten von rund 177 000 Euro ab, bleiben für den Landkreis Meißen rund 1,85 Millionen Euro, für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge rund 1,77 Millionen Euro, die 2015 an kulturelle Einrichtungen ausgeschüttet werden. Wer profitiert, das hat der Kulturraumkonvent, in dem nur die beiden Landräte Steinbach und Michael Geißler (CDU) stimmberechtigt sind, gestern in Radebeul beschlossen (siehe Tabelle).

Die wichtigste Nachricht zuerst: Auf die Kultureinrichtungen im Landkreis Meißen kommen keine großen Einschnitte zu, weil die Zuschüsse des Freistaats stabil bleiben. Mit definitiven Aussagen aus Dresden könne man zwar erst im ersten Quartal 2015 rechnen, sagt Diana Fechner, die Leiterin des Kultursekretariats. Man habe aber im Ministerium signalisiert, dass mit einer Summe in gleicher Höhe wie zuletzt zu rechnen sei.

Damit bleiben die Schwankungen aus, die beispielsweise Anfang des Jahres im ostsächsischen Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien für Schlagzeilen sorgten. Dort klagten Kultureinrichtungen, dass die Landesmittel innerhalb von zwei Jahren um eine Millionen Euro gesunken seien. Das liegt an der besonderen Dynamik der Kulturraumförderung. Dabei verteilt der Freistaat jährlich 86,7 Millionen Euro auf die fünf Kulturräume und die drei kreisfreien Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Der Kulturraum, in dem Kommunen mehr für die Kultur ausgeben, kassiert dabei mehr als andere. Es hätte also auch durchaus mehr im Topf für den Landkreis Meißen sein können.

Dann hätten es Neulinge sicher auch leichter, in die Förderliste aufgenommen zu werden. So gehen etwa Schauspieler Tom Quaas, der für die Batzdorfer Pfingstfestspiele rund 29 000 Euro Kulturraum-Mittel beantragt hat, und auch das Lügenmuseum Radebeul, das 5000 Euro für das Kunstprojekt "na und" haben wollte, leer aus. Von der stabilen Lage profitieren dagegen vor allem die Einrichtungen, die eine hohe institutionelle Förderung kassieren, ohne die sie kaum wirtschaften könnten. Das Karl-May-Museum etwa, das wieder 190 000 Euro bekommt. Außerdem beschloss der Konvent eine Sonderförderung für Blasmusik. Dabei werden knapp 50 000 Euro in Beträgen bis zu 1800 Euro auf diverse Kapellen verteilt. Im Landkreis Meißen profitieren davon unter anderen der Spielmannszug Weinböhla und die Kirchgemeinde Coswig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2014

Uwe Hofmann

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