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Zusage für Bismarckturm-Projekt: Radebeul ebnet Weg für von Einwohnern finanzierte Treppe

Zusage für Bismarckturm-Projekt: Radebeul ebnet Weg für von Einwohnern finanzierte Treppe

Der Bismarckturm Radebeul soll als Aussichtspunkt genutzt werden. Dafür setzt sich der ortsansässige Verein Denkmalpflege und Neues Bauen seit Jahren ein, verweist auf das Interesse bei Besuchern von Aktionstagen dazu.

Der Verein will eine Treppe im hohlen Innenraum des über den Weinbergen der Lößnitzstadt thronenden Denkmals errichten. Der Stadtrat von Radebeul hat gestern Abend grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben. Es ist vom Umfang eines der größten Bauprojekte in der jüngeren Geschichte Radebeuls, das ausschließlich von Einwohnern und ihren Spenden finanziert werden soll.

Im März startete der Verein eine große Spendenaktion, um bei Radebeulern um finanzielle Unterstützung für das rund 250000 Euro teure Vorhaben zu werben, verteilte Hunderte Flyer zu den Plänen. Als Spender kann man zum Beispiel für 3000 Euro Pate einer Stufe werden. Der Name ziert dann eine der 83 Stufen. 13 davon sind laut Stadtrat Jens Baumann (CDU), dem Vereinsvorsitzenden, schon vergeben. 15000 Euro habe der Verein eingenommen. Zusagen für Spenden über 25000 Euro gebe es ebenfalls. Wie der Turm künftig aussehen soll, ist noch offen. Baumann wartet derzeit auf Post vom Denkmalschutz. Favorisiert wird der Bau einer leichten Stahltreppe.

Ohne die Zustimmung der Stadt, die Eigentümerin des 1907 vom Baumeister Alfred Große errichteten Bauwerks ist, hätte das Projekt kippen können. Um vorab vollendete Tatsachen zu schaffen und auch die Finanzierung des Projekts sowie künftige Bauvorhaben im Umfeld des Turms auf den Weg zu bringen hat sich der Stadtrat nun klar dazu bekannt.

Mit dem Bekenntnis zu dem Projekt des Vereins schlossen die Räte gleichzeitig aus, dass sich Radebeul am Treppenbau beteiligt. Allerdings verpflichtet sich die Stadt, für notwendige Instandsetzungen aufzukommen. Mit der Neugestaltung des Denkmals würden so zum Beispiel auch Steine an der Turmkrone erneuert.

Treppe und Kosten für die Verankerung würde der Verein bezahlen. Er stimmt dem zu. Da Turm und Treppe aber nicht unabhängig voneinander zu betrachten seien, geht der Neubau der Treppe in das Eigentum der Stadt über. Daher muss der Verein auch ein Konzept zu den Folgekosten vorlegen. Treffen von Verein und Stadt sind vorgesehen - das erste findet laut Baumann nach der Sommerpause statt.

"Das Projekt gelingt aber nur, wenn das Umfeld des Turms umgestaltet wird", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). "Jedoch sind die Defizite dort schon jetzt offenkundig." Konkret geht es darum, einen Buswendeplatz und neue Parkflächen anzulegen. Dazu würde womöglich vor Ort "in fremde Flächen eingegriffen". Stadtrat und Wahnsdorfer Ortschaftsrat unterstützen das Vorhaben, das Gelände um den Bismarckturm touristisch attraktiver zu gestalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2013

Stephan Klingbeil

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