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Zur Neugestaltung des Pirnaer Marktbrunnens möchte Canalettostadt einen Kunstwettbewerb ausrufen

Zur Neugestaltung des Pirnaer Marktbrunnens möchte Canalettostadt einen Kunstwettbewerb ausrufen

Der Brunnen auf dem Untermarkt in Pirna "ist etwas nacksch", meint Tom Pauls. Die "Nacktheit" bezieht sich nicht darauf, dass derzeit das Wasser wegen einer undichten Stelle fehlt, sondern wie einst soll wieder eine Skulptur den Wasserspender zieren.

Pirna.

Deshalb möchte die Stadt Pirna nun einen Kunstwettbewerb ausloben. Gesucht wird ein "Symbol für die Stadt", die vielleicht sogar das Zeug zu einer "Identifikationsfigur" habe, meint Initiator Pauls.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts krönte den barocken Brunnentrog in unmittelbarer Nähe zu Marieneck und Tom-Pauls-Theater ein Denkmal von König Albert. Des Weiteren saßen zwei Kinderfiguren auf den Brunnenrändern. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Bronzeskulpturen für Kriegszwecke eingeschmolzen. Seither ist der Brunnen schmucklos. "Albert möchten wir nicht wieder haben", sagt Pauls. Von einer Restaurierung dieser Plastik soll der Kunstwettbewerb Abstand nehmen. Die Kinderfiguren dagegen könnten laut Pauls eine Anregung für die Neugestaltung sein.

Mit der Sanierung der Altstadt sei die Canalettostadt wie ein Phönix aus der Asche auferstanden. "Auf dem Marktplatz fehlt aber ein Stück", so Pauls - und dies sei die Gegenwart: "Was zeichnet uns, unsere Generation aus?", stellt Pauls als Frage an die Künstler, auf die sie mit ihren Entwürfen eine Antwort finden sollen. "Der Brunnen soll eine Geschichte erzählen", ergänzt Christiane Stoebe, Leiterin der Galerie am Plan. Sie wird mit Pauls, dem OB, Bildhauern und Vertretern der Denkmalpflege sowie des Stadtrates die Fachjury bilden, die aus den hoffentlich vielen Einsendungen den zu realisierenden Entwurf küren wird.

Die neue Brunnenskulptur soll ein Unikat und keine Kopie werden. Von der Wirkung her erhofft sich Stadtoberhaupt Klaus-Peter Hanke (parteilos) die gleiche, die von den "Bremer Stadtmusikanten" in der Hansestadt an der Weser ausgeht. Dort wische jeder Bremen-Besucher mit seiner Hand über die Schnauze des Esels, berichtet der OB. Ein Symbol, das künftig alle Pirna-Besucher anzieht und das jeder anfasst, wünscht er sich auch für seine Stadt auf dem Brunnen an der Nordostseite des Marktplatzes.

Wenn der Stadtrat dem Kunstwettbewerb auf seiner Sitzung in einer Woche grünes Licht gibt, übernimmt die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) die weitere Organisation. "Wir werden den Wettbewerb bis Ende dieses Jahres öffentlich ausloben", informiert SEP-Geschäftsführer Christian Flörke. Bis Ende Februar 2015 haben Künstler Zeit, ihre Entwürfe abzugeben. Aus ihnen wählt die Fachjury drei aus, die im Rathaus ausgestellt werden. Dort können dann Pirnaer ihre Meinung zu ihrem Favoriten abgeben, bevor die Jury den Sieger kürt. Eventuell schon Ende nächsten Jahres könnte die Skulptur auf dem Brunnen stehen. Für den Wettbewerb sind Ausgaben von 10 000 Euro für die Realisierung der Plastik 30 000 Euro geplant. Über Sponsoren soll das Vorhaben finanziert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2014

Silvio Kuhnert

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