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Zum Anfassen: Im Hofgut Graue Presse kann man mit Tieren in Kontakt kommen und lernen

Zum Anfassen: Im Hofgut Graue Presse kann man mit Tieren in Kontakt kommen und lernen

"Gerade Schafe kommen gut an", sagt Franziska Schäfer. Sie bietet mit Juliane Kranz erlebnispädagogische Programme auf dem Hofgut Graue Presse im Radebeuler Ortsteil Wahnsdorf an.

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Franziska Schäfer mit Zwergseidenhuhn Ylvi und Juliane Kranz mit Snorre (v.l.) bieten im Wahnsdorfer Hofgut Graue Presse ein ausgefeiltes erlebnispädagogisches Programm an. Neu ist, dass sie mit ihren Tieren auch Besuche abstatten.

Quelle: Uwe Hofmann

Kinder können dabei einiges über das Leben auf dem Bauernhof erfahren oder etwas über einzelne Tierarten lernen. Ein Angebot, mit dem Juliane Kranz sich 2008 selbstständig gemacht hat. Neu ist, dass Kranz und die 2011 dazugekommene Diplom-Soziologin Schäfer mit den Tieren des Hofguts auch auf Reisen gehen, Klassenzimmer, Kindergeburtstage, Projekttage oder Pflegeeinrichtungen besuchen. "Natürlich sind dafür nicht alle Tiere geeignet", sagt Schäfer. Hofhund Tobi ist es etwa, weil er so geduldig mit Fremden ist. Die Meerschweinchen und Zwergseidenhühner, weil sie so klein sind. Und drei besonders ruhige Coburger Fuchsschafe sind es auch - so heißt die seltene Schafrasse, die im Hofgut Graue Presse gezüchtet wird. Die sind besonders bei älteren Menschen beliebt. "Viele haben früher Schafe gehalten und kommen plötzlich ins Reden, wenn sie mit den Tieren in Kontakt kommen", beobachtet Schäfer.

Das ist überhaupt das Prinzip, nachdem das Damenduo arbeitet. Menschen, die wenig bis gar nichts mit dem Landleben zu tun haben, damit in Kontakt kommen lassen. Das zeigt erstaunliche Effekte. So ist es im Hofgut regelmäßig zu erleben, dass es bei Kindergeburtstagen heiß umkämpft ist, wer die Pferdeäpfel von der Weide räumen darf. Da habe sie schon manch lange Gesichter gesehen, weil alles schon sauber war, berichtet Kranz lachend. Besonders für Kinder sei es wichtig zu erfahren, dass so ein Pferd eben nicht nur zum Reiten dient, sondern gefüttert und gepflegt werden muss.

So bekommen Schäfer und Kranz bei Besuchen von Schulklassen es immer wieder mit Lehrern zu tun, die sich über das vorbildliche Betragen von Klassenclowns und anderen Sorgenkindern wundern. Die verhalten sich im Beisein der Tiere anders, gehen konzentriert zu Werke, beobachten das Gegenüber, zeigen sich rücksichtsvoll. Ein Ansatzpunkt für die tiergestützte Intervention, wie Schäfer einen Teil der Angebotspalette nennt. Dabei werden Kinder mit Tieren konfrontiert, erhalten konkrete Aufgaben. "Das fördert vor allem das Selbstbewusstsein der Kinder", sagt Schäfer. Mit einigen Eltern gebe es bereits Engagements für eine regelmäßige Zusammenarbeit, das Ganze sei aber ausbaufähig, sagt Schäfer.

Aber das entwickelt sich so langsam. Wichtiger scheint zunächst, die Angebote für Klassenzimmer auszubauen, um so den sonst eher mauen Winter mit Projekten zu füllen. Auf die Idee dazu sind Kranz und Schäfer übrigens durch die Zusammenarbeit mit dem Verein Mittelpunkt Buch gekommen, der bis Ende der Woche den Jahrmarkt des Wissens im Bahnhof Radebeul-Ost veranstaltet. Mit dabei: Zwei Schafe vom Hofgut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.08.2014

Uwe Hofmann

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