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Zu früh für Schadensbilanz bei Winzergenossenschaft

Sächsischer Weinskandal: Zu früh für Schadensbilanz bei Winzergenossenschaft

Für die Winzergenossenschaft Meißen ist es in der aktuellen Affäre um Insektizid-Rückstände in ihren Weinen zu früh für eine Schadenbilanz. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch nicht möglich, „auch nur annähernd über Weine, Mengen oder finanzielle Folgen zu sprechen“, teilte die Genossenschaft schriftlich mit.

Quelle: Lars Müller

Meißen. Für die Winzergenossenschaft Meißen ist es in der aktuellen Affäre um Insektizid-Rückstände in ihren Weinen zu früh für eine Schadenbilanz. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch nicht möglich, „auch nur annähernd über Weine, Mengen oder finanzielle Folgen zu sprechen“, teilte die Genossenschaft schriftlich mit. Sollten abschließende Ergebnisse vorliegen, müssten diese zwingend erst mit dem Vorstand, dann mit dem Aufsichtsrat und abschließend mit den Genossenschaftsmitgliedern besprochen werden, schreibe das Gesetz vor. Derzeit liefen noch Analysen aller Weine des Jahrgangs 2015. Diese hatte die Landesdirektion gefordert. Durch zahlreiche involvierte Behörden gestalteten sich „die dementsprechenden Verfahren sehr langwierig“, hieß es.

Damit dauert zugleich die Hängepartie für die gesamte sächsische Winzerschaft an, die längst abschließende Ergebnisse zum Weinskandal fordert, um die Verunsicherung der Verbraucher zu beenden. Die Genossenschaft erklärte weiter, seit Mitte voriger Woche dürfe mit einem Blanc de Noir aus roten Trauben ein erster Wein des Jahrgangs 2015 als unbedenklich verkauft werden. Man sei zuversichtlich, in den nächsten Wochen die notwendigen Freigaben für weitere Weine zu erhalten.

Die Genossenschaft gilt derzeit als größter Geschädigter, da verunreinigte Trauben mit zahlreichen anderen Partien verschnitten wurden. Das ist ein übliches Verfahren, da viele Winzer kleinere Mengen liefern, die nicht separat ausgebaut werden. Wird das im Weinbau verbotene Dimethoat nachgewiesen, sind damit ganze Tankfüllungen nicht verkehrsfähig. Viele erfahrende Berufswinzer sehen die Meißner Genossenschaft mit rund 1.400 Weinbauern aber nicht allein als Opfer. Ein Unternehmen dieser Größe hätte, so die verbreitete Meinung, die Spritzpläne mindestens ihrer größeren Traubenlieferanten genauer prüfen müssen. Zudem sei ein Biologe oder Oenologe nötig, der die vielen kleinen und oft unerfahrenen Winzer das ganze Jahr über betreut und auch beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln berät. In anderen Genossenschaften sei dies üblich, hieß es zuletzt am Rande des Weinbautags am Wochenende.

Lars Müller

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