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Zerstückelte Leiche im Gimmlitztal: Angeklagter im Mordprozess bleibt in Haft

Zerstückelte Leiche im Gimmlitztal: Angeklagter im Mordprozess bleibt in Haft

Der Mordverdächtige im Fall der zerstückelten Leiche von Reichenau (Osterzgebirge) bleibt in Untersuchungshaft. Bei der nach sechs Monaten regulären Haftprüfung wurde der dringende Tatverdacht des Mordes sowie der Störung der Totenruhe gegen den 56-Jährigen bestätigt, wie das Oberlandesgericht Dresden am Freitag mitteilte.

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Spezialisten der Polizei arbeiten im sächsischen Reichenau (Osterzgebirge) an der Spurensuche.

Quelle: dpa

Auch der Haftgrund der Schwerkriminalität sei bejaht worden. Der Beschluss ist nicht anfechtbar, die nächste Prüfung finde in drei Monaten statt.

Der vom Dienst suspendierte Beamte des Landeskriminalamtes soll Anfang November 2013 in seiner Pension im Gimmlitztal einen Geschäftsmann aus Hannover getötet, danach dessen Leiche zerstückelt und die Teile im Garten vergraben haben. Laut dem rechtsmedizinischen Gutachten, das erst nach Monaten vorlag, erstickte der 59-Jährige durch Erdrosseln. Ab dem 22. August will das Landgericht den Fall verhandeln, für den Prozess sind bisher 15 Tage bis Anfang November terminiert.

Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Tötung aus, die Anklage sieht sexuelle Motive und dass der Beschuldigte eine Leiche zerstückeln wollte. Hinweise auf Kannibalismus haben sie nicht, auch wenn die Leiche trotz tagelanger Suche nicht ganz vollständig ist. Derartige Spekulationen waren aufgetaucht, weil sich die Männer über eine einschlägige Internet-Plattform kennengelernt und miteinander gechattet hatten. Nach seiner Festnahme Ende November 2013 hatte der Hauptkommissar angegeben, seinen Gast auf dessen eigenen Wunsch getötet zu haben, kannibalistische oder sexuelle Motive aber bestritten. Im Januar 2014 widerrief der Schriftsachverständige das Geständnis teilweise, sein Anwalt Endrik Wilhelm verweist auf Suizid.

dpa

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