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Zeit ist Geld: Uhrenhersteller Glashütte Original wächst rasant

Zeit ist Geld: Uhrenhersteller Glashütte Original wächst rasant

Luxus hat Zukunft: Weil die Nachfrage nach handgefertigten Uhren der Marke Glashütte Original beständig wächst, hat die Uhrenmanufaktur ihre Produktionskapazi- täten erweitert.

Glashütte .

Glashütte (DNN). Luxus hat Zukunft: Weil die Nachfrage nach handgefertigten Uhren der Marke Glashütte Original beständig wächst, hat die Uhrenmanufaktur ihre Produktionskapazi- täten erweitert. Gestern nahm das Unternehmen, das aus den Resten des einstigen Kombinats Glashütter Uhrenbetrieb (GUB) hervorgegangen ist, ein neues Gebäude in Glashütte in Betrieb. Die Zahl der Mitarbeiter in der Manufaktur soll sich von derzeit 440 bis Ende nächsten Jahres auf 510 erhöhen.

Von Andreas Dunte

Wer eine Luxusuhr von Glashütte Original am Arm tragen will, muss außer über das nötige Kleingeld auch über den Luxus Zeit verfügen. Denn die Auftragslage der Sachsen ist nach Auskunft von Geschäftsführer Günter Wiegand "blendend", so dass der Kunde ab Bestellung locker ein halbes Jahr und mehr auf sein Schmuckstück warten muss. Um die Liste der Wartenden nicht ausufern zu lassen, hat Glashütte Original Mitte vergangenen Jahres mit dem Bau eines neuen Produktionsgebäudes begonnen, das gestern feierlich eingeweiht wurde.

Das langgestreckte Gebäude direkt an der Müglitz bietet auf einer Fläche von 4550 Quadratmetern Platz für rund 80 Mitarbeiter. Neben dem Kundenservice von Glashütte Original finden in den Räumen auch Mitarbeiter der Schwestermarke Union eine neue Heimat.

Das schafft Platz im Haupthaus am "Uhrenstrich", der Altenberger Straße, wo die meisten der Glashütter Uhrenbetriebe wie Tutima, Nomos oder Lange & Söhne produzieren.

"In unserer Manufaktur entstehen zeitlose Zeitmesser von höchster Güte", sagt Geschäftsführer Wiegand. Zu den schönsten davon gehört sicher der vor kurzem der Fachwelt präsentierte Panograph mit 30-Minuten-Zähler, Großdatum und allerlei anderen Komplikationen im noblen rotgoldenen Gehäuse. Je komplizierter (gemeint sind Zusatzfunktionen wie Datum, Gangreserve, Stoppmöglichkeit), desto mehr Aufwand und mehr Uhrmacher sind nötig. Glashütte Original, sagt Wiegand, stehe für eine hohe Fertigungstiefe - von der kleinsten Schraube bis zum komplexen Uhrwerk - alles Made in Sachsen. Nur Uhren, bei denen mindestens 50 Prozent des Uhrwerks direkt im Ort entstanden sind, dürfen sich mit dem Namen Glashütte/Sa. schmücken.

Der Trend geht zu immer komplizierteren Uhren. Deshalb war Wiegand schnell klar, dass es mit dem Auszug der Mitarbeiter von Union und Kundenservice nicht getan ist. Parallel zum Neubau ließ er im Haupthaus die Produktionskapazitäten ausbauen. So verschwanden auf jeder Etage die Pausen-Ecken. Dafür stockte das Unternehmen das Hauptgebäude auf und richtete auf dem Dach eine Cafeteria ein. Gut möglich, dass bald erneut erweitert wird. Denn Glashütte Original ist auch beim Personal auf rasantem Wachstumskurs.

Zählte das Unternehmen Ende 2010 noch 310 Mitarbeiter, sind es aktuell schon 440. Bis Ende nächsten Jahres soll die Belegschaft der Manufaktur auf 510 Mitarbeiter steigen (DNN berichteten). "Damit sind wir einer der größten Arbeitgeber in Glashütte", sagt Yann Gamard, ebenfalls Geschäftsführer bei Glashütte Original und zugleich Mitglied der Konzernleitung der Swatch Group. Seit 2000 gehören die Glashütter zum Schweizer Luxusgüterhersteller. Der vor zwei Jahren verstorbene einstige Chef des Uhren-Multis, Nicolas G. Hayek, hatte die sächsische Firma übernommen und sich den Ausbau der Marke zum Ziel gesetzt. Damals arbeiten im Glashütter Unternehmen noch 150 Beschäftigte. Sein Vorhaben trägt nicht zuletzt dank des weltweiten Vertriebsnetzes der Schweizer Früchte.

Hayek kümmerte sich nicht nur um den Vertrieb, er startete 2001 auch die Lehrlingsausbildung in der "Uhrmacherschule Alfred Hellwig". Um den Bedarf an hochqualifiziertem Nachwuchs zu sichern, wurde die Anzahl der auszubildenden Uhrmacher und Werkzeugmechaniker kontinuierlich im letzten Jahr angehoben. Seit 2011 bildet die manufaktureigene Uhrmacherschule jährlich 14 Lehrlinge aus, die das Uhrmacherhandwerk erlernen und bei entsprechenden Noten einen Übernahmevertrag durch Glashütte Original erhalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2012

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