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Wolfsriss südlich der A4 schreckt Tierhalter auf

Wolfsriss südlich der A4 schreckt Tierhalter auf

Jetzt haben die Wölfe auch südlich der A4 zugeschlagen. Gestern fand der Seifersdorfer Stefan Schramm eins von zwei Schafen, die er auf einer Wiese am Ortseingang, direkt an der vielbefahrenen S 177 und nur wenige hundert Meter vom Seifersdorfer Tal entfernt angekettet hatte, tot vor.

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Wölfe haben südlich der A4 zugeschlagen und ein Schaf gerissen.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Das Fell aufgerissen und ringsum im Gras verstreut. Eine Keule des drei Jahre alten Mutterschafes fehlte. Zweifelsfrei ein Wolfsriss, bestätigten dem Schafhalter der Sachbearbeiter Wolfsmanagent beim Staatsbetrieb Sachsenforst Andre Klingenberger und Friedrich Noltenius, Wolfsbeauftragter des Landesjagdverbandes. Wenige Meter entfernt fanden sie auf dem Acker Wolfsspuren. "Es ist das erste Mal, dass so etwas hier südlich der Autobahn passiert", sagt der Wolfsbeauftragte, der selbst in Lichtenberg nahe der A4 wohnt. Bisher habe man sich als Schafhalter in der Region auf dieser Seite der Autobahn noch ziemlich sicher fühlen können. Deshalb sei das gestrige Vorkommnis ein Alarmzeichen für alle Tierhalter in und rund um Seifersdorf, ihre Schafe und Ziegen durch Elektrozäune zu schützen oder sie über Nacht in festen Ställen zu schützen.

Wann die Wölfe das Schaf gerissen haben, war gestern noch nicht klar. Die meisten Übergriffe erfolgen in den frühen Morgenstunden, es könne aber auch schon am Mittwochabend passiert sein, meint Klingenberger. Genaueres erwartet er von einer Untersuchung des toten Tieres. Außerdem soll das Schaf als Anschauungsobjekt bei Schulungen dienen, auf der sogenannte Rissgutachter ausgebildet werden. Das zweite angebundene Schaf hatte sich losgerissen. Schramm fand es "orientierungslos" am Rande der Wohnbebauung.

Erst vor wenigen Tagen, in der Nacht zum vergangenen Sonntag hatten im benachbarten Ottendorf-Okrilla Wölfe ein Schaf gerissen. Auch dieses Tier war in der Nacht ungeschützt auf der Weide geblieben und so für die Wölfe eine leichte Beute geworden, die mit ziemlicher Sicherheit dem Rudel angehören, das sich in der nahen Laußnitzer Heide angesiedelt hat. Gerade dort, wo neue Wolfsrudel ansässig werden, gebe es erfahrungsgemäß besonders häufig Wolfsattacken auf Nutztiere. Wenn sich die Rudel dann etabliert haben, werde es meistens ruhiger, so Noltenius.

Von den für das laufende Jahr bis zum 13. Oktober 47 gemeldeten Nutztierschäden im Freistaat Sachsen, konnte in 32 Fällen der Wolf als Verursacher festgestellt bzw. nicht ausgeschlossen werden, meldet das zuständige Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz". Bei diesen 32 Fällen wurden 58 Schafe getötet oder sind seitdem vermisst. 5 Schafe wurden verletzt. In 14 Fällen waren die Tiere unzureichend geschützt. Aktuell sind in Sachsen zwölf Wolfsfamilien oder -paare nachgewiesen, von denen zehn ihr Territorium überwiegend in Sachsen haben. Dazu gehören auch die Rudel in der Königsbrücker und der Laußnitzer Heide.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.10.2014

Bernd Lichtenberger

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