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"Wir arbeiten am Anschlag" - Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen verdoppelt Produktion

"Wir arbeiten am Anschlag" - Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen verdoppelt Produktion

Das Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden im Gewerbegebiet Klipphausen boomt. "Wir wachsen in jedem Jahr um knapp 20 Prozent", sagt der Kaufmännische Leiter Mathias Lentfer.

5250 Fahrzeuge verlassen in diesem Jahr den Standort, der eigentlich auf 4000 Fahrzeuge ausgelegt ist. "Wir arbeiten am Anschlag", umschreibt das Lentfer.

Deshalb wird im Werk kräftig investiert: Für knapp neun Millionen Euro entstehen ein neuer Sozialtrakt, ein Logistikzentrum und - das Herzstück der neuen Anlage - ein Oberflächenzentrum, in dem Altgeräte erst von ihrem Lack befreit, neu lackiert und getrocknet werden. Derzeit erledigen die insgesamt 167 Mitarbeiter viele dieser Arbeitsschritte von Hand. Im neuen Zentrum sollen Automaten übernehmen, darunter eine Strahlanlage, die den alten Lack vom Blech holt, indem sie dieses mit kleinen Stahlkügelchen beschießt. Neu ist auch eine Trocknungsanlage, bisher standen die Geräte nach dem Lackieren im Freien.

Seit 2006 sitzt das zum Jungheinrich-Konzern (Gesamtumsatz: rund 2,3 Milliarden Euro) gehörende Unternehmen in Klipphausen. Die Geschäftsidee ist relativ einfach zu erklären: Alte Gabelstapler und andere Lagergeräte werden gekauft, nachdem sie etwa fünf bis sechs Jahre in Benutzung waren, anschließend überarbeitet und dann weiterverkauft. Zu einem Preis, der in etwa ein Drittel unter dem Neupreis eines vergleichbaren Geräts liegt. Das Besondere: Das Gebrauchtgeräte-Zentrum versteht sich als Premium-Anbieter und wirbt mit dem eigenen Anspruch, dass seine Geräte genau dieselbe Lebensdauer haben wie ein neues.

Ein Versprechen, das in Verbindung mit dem Verkaufspreis ganz offenbar ein unschlagbares Verkaufsargument ist. Ursprünglich als Anbieter für Kerneuropa geplant, liefert das Klipphausener Werk inzwischen in alle Welt. Auch in asiatische oder südamerikanische Länder, die eigentlich im Ruf stehen, selbst gute Arbeit in der Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten zu leisten. "So tiefgreifend wie wir macht das eben keiner", sagt Lentfer. 80 Prozent des Umsatzes werden aber in Europa gemacht, vor allem in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien.

8000 Geräte sollen jährlich das Werksgelände verlassen, wenn die neuen Hallen im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Gut möglich, dass damit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Das Unternehmen hat deshalb ein 30 000 Quadratmeter großes Areal gekauft, das etwa 500 Meter vom Produktionssitz entfernt ist. Mittelfristig will man dort den Vertrieb unterbringen, der derzeit auf 10 000 Quadratmetern in einem angemieteten Standort in Dresden-Niedersedlitz untergebracht ist. Für eine perspektivische Ausweitung der Produktion hätte man dann immer noch Flächen frei, sagt Lentfer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.11.2014

Uwe Hofmann

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