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Wieder mehr Treibhausgase in die Luft gepustet - Mit Klimaschutzkonzept will Pirna Trend stoppen

Wieder mehr Treibhausgase in die Luft gepustet - Mit Klimaschutzkonzept will Pirna Trend stoppen

Beim Klima ist in Pirna auf den ersten Blick alles prima: Die Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2020 hat die Elbestadt heute bereits erfüllt.

Pirna. Von silvio kuhnert

Pirna . Beim Klima ist in Pirna auf den ersten Blick alles prima: Die Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2020 hat die Elbestadt heute bereits erfüllt. Der Ausstoß von Treibhausgasen soll in Deutschland um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Die Verminderung des CO2-Ausstoßes beträgt in Pirna 44,1 Prozent. Der Energieverbrauch reduzierte sich um 37,7 Prozent gegenüber 1990. Diese Erkenntnis ist ein Ergebnis des Klimaschutzkonzeptes der Stadt.

Im Oktober 2011 beauftragte der Stadtrat die Firma C&E Consulting und Engineering GmbH aus Chemnitz, den Energieverbrauch und Treibhausgasausstoß in Pirna unter die Lupe zu nehmen. Im November soll das Papier zur Verbesserung des Klimaschutzes vorliegen. Eins steht bereits jetzt fest: Pirna kann sich nicht entspannt in den Sessel zurücklehnen. In den Bereichen Wirtschaft und Verkehr steigt der Energieverbrauch und damit auch die Emission von Kohlendioxid. "Ohne Gegensteuerung ist zu erwarten, dass Pirna 2020 die bundesweiten Klimaschutzziele nicht mehr erreichen wird", berichtet Baubürgermeister Christian Flörke (parteilos). Kurzfristig sollte zunächst eine Stabilisierung und Stagnation von Energieverbrauch und CO2-Emission erfolgen. "Langfristig wollen wir eine Senkung anstreben", gibt der zweite Mann an der Rathausspitze die Marschrichtung vor.

Mit Hilfe eines energiepolitischen Arbeitspapiers soll die Trendwende erzielt werden. Die 119 Vorschläge erstrecken sich auf die Handlungsfelder Entwicklungsplan, Raumordnung, Kommunale Gebäude, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Kommunikation und Kooperation. Dazu zählt u.a., private Häuslebauer zu einer energieeffizienten Bauweise zu ermuntern. Dafür werden Bauherrentipps erarbeitet. Vom 1. bis 14. Oktober liegt das Klimaschutzkonzept im Rathaus aus. Die Pirnaer sind aufgerufen, sich mit Stellungnahmen und ihren Meinungen am Prozess zu beteiligen.

Extreme Wetterereignisse wie Hitze, Starkniederschläge und Stürme dürften künftig noch heftiger und häufiger vorkommen und zu Schäden führen. "Ob im Katastrophenschutz, in der Hochwasserbekämpfung, der Trinkwasserversorgung oder der Beseitigung von Sturmschäden - es werden vor allem Kommu- nen sein, die die Kosten des Klimawan- dels zu tragen haben", ist Flörke sicher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2012

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