Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Wieder mehr Betriebe suchen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Azubis

Halbzeit im Ausbildungsjahr 2015/16 Wieder mehr Betriebe suchen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Azubis

Eine positive Entwicklung kann die Arbeitsagentur Pirna auf dem aktuellen Ausbildungsmarkt beobachten. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen sowie der Bewerber ist gestiegen. Jedoch die Mehrheit der Schulabgänger hat noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche

Die Agentur für Arbeit in Pirna hat eine Halbzeitbilanz des aktuellen Ausbildungsjahres gezogen.

Quelle: dpa

Pirna. Eine positive Entwicklung kann die Arbeitsagentur Pirna auf dem aktuellen Ausbildungsmarkt beobachten. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist nach dem Knick im vorigen Jahr wieder gestiegen. 915 Betriebe suchten seit Oktober 2015 bis vorigen März nach Lehrlingen. Das ist ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Auch die Anzahl der Bewerber hat wieder zugenommen. Mit 1071 gibt es 70 Mädchen und Jungen mehr als im vergangenen Jahr, die sich mit Hilfe der Berufsberatung der Arbeitsagentur nach einem Ausbildungsbetrieb umschauen.

„Das Verhältnis von Bewerbern und Ausbildungsstellen ist nahezu ausgeglichen, was bedeutet, dass rein rechnerisch jeder Ausbildungsstelle ungefähr ein Ausbildungssuchender gegenübersteht“, zog Agenturchefin Gerlinde Hildebrand eine Zwischenbilanz des Ausbildungsjahres 2015/16. Dies trifft vor allem auf die Geschäftsstellen Freital und Dippoldiswalde zu. In der Stahlstadt halten sich die Anzahl der Bewerber und freien Stellen mit 281 bzw. 270 fast die Waage. Rund um Dipps gibt es sogar mehr Betriebe auf Nachwuchssuche (218) als angehende Azubis (164) zur Verfügung stehen. Das Gegenteil trifft auf den Bereich Pirna zu, wo 359 Stellen und 493 Bewerber gemeldet sind. Allerdings verzeichnet die Arbeitsagentur in beiden Fällen einen Zuwachs, was für den Sebnitzer Raum nicht zutrifft. Dort ist die Zahl der Ausbildungsstellen um 38 auf 68 gesunken.

Die Mehrheit der Jugendlichen, die die Dienste des Arbeitsamtes in Anspruch nehmen, haben noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche. 788 sind noch auf der Suche nach einem Betrieb. Bei den Ausbildungsstellen sind derzeit 633 unbesetzt. „Beim Wettbewerb der Betriebe um den Nachwuchs sind die Unternehmen gut beraten, bei der Auswahl auch auf die individuellen Fähigkeiten zu achten, die nicht immer vom Zeugnis abzuleiten sind. Jeder hat Stärken und Talente und kein Jugendlicher darf vor dem Hintergrund des weiter steigenden Fachkräftebedarfs beim Übergang von der Schule ins Berufsleben verloren gehen“, appelliert Hildebrand. Rund 63 Prozent der aktuellen Bewerber schließen im Sommer ihre Schulausbildung ab, 37 Prozent haben bereits in den Vorjahren die Schule verlassen, sind sogenannte Alt-Bewerber.

Aber auch die Jugendlichen müssen sich mitunter beim Berufswunsch umorientieren, weil der hiesige Arbeitsmarkt im Traumberuf nicht ausreichend Ausbildungsstellen bieten kann. Die Top Ten der Berufswünsche führt z.B. Verkäufer/-in an. Den 81 Jugendlichen, die diesen Beruf ergreifen wollen, stehen aber nur 34 gemeldete Stellen gegenüber. Und diese wiederum befinden sich weniger in einer chicen Modeboutique, sondern mehr hinter der Fleischtheke oder beim Bäcker. So führt Verkäufer/-in auch die Top Ten der unbesetzten Ausbildungsplätze mit 32 offenen Stellen an.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr