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Wettbewerb unter Architekten für den Schillerhort

Radebeul Wettbewerb unter Architekten für den Schillerhort

Erneut soll es ein Architekturwettbewerb richten. Der Neubau eines Hortgebäudes für die Grundschule Friedrich Schiller in Radebeul-Ost soll durch ein solches Verfahren auf den Weg gebracht werden.

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Auf diesem verwilderten Eckgrundstück soll der neue Hort der Grundschule Friedrich Schiller entstehen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Erneut soll es ein Architekturwettbewerb richten. Nachdem der Stadtrat für die Erneuerung des Gymnasium-Altbaus im Luisenstift bereits die Ausrichtung eines Wettbewerbs beschlossen hatte, wird nun auch der Neubau eines Hortgebäudes für die Grundschule Friedrich Schiller in Radebeul-Ost durch ein solches Verfahren auf den Weg gebracht. Auf diese Weise will die Stadtverwaltung die EU-weite Ausschreibung des Architektenauftrags vermeiden, die bei den geschätzten Baukosten von etwas mehr als zwei Millionen Euro sonst verpflichtend wäre. Allein für die Planungen werden demnach 230 000 Euro veranschlagt, wobei die europaweite Ausschreibung allerdings nicht billiger käme. Aus Sicht der Rathausspitze ist der aufwendige Wettbewerb das deutlich kleinere Übel.

Kritiker mögen das anders sehen, hat die Stadt mit dem Architekturwettbewerb für den Neubau der Grundschule Oberlößnitz, den man inzwischen wegen der hohen Baukosten von etwa acht Millionen Euro einkassiert hat, doch rund 800 000 Euro in den Sand gesetzt. Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) erinnert dagegen an bittere Erfahrungen, die man bei der Erweiterung und Modernisierung der Grundschule Naundorf gemacht hat. Damals hat die Ausschreibung für die Bauausführung ein anderer Architekt gewonnen als der, der den Entwurf geliefert hatte - ein Szenario, bei dem Reibereien programmiert sind. Um mehr Kontrolle über das Verfahren zu haben, gilt der Architekturwettbewerb ab der magischen Grenze von 207 000 Euro Planungskosten inzwischen als alternativlos im Rathaus.

Das hat auch mit dem generellen Unbehagen zu tun, das man bei der europaweiten Ausschreibung empfindet. "Noch nie hat sich dabei ein Unternehmen aus dem Ausland durchgesetzt", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), der den Aufwand schlicht nicht als gerechtfertig ansieht. Die Grenzen, ab denen die Ausschreibung im gesamten EU-Raum verpflichtend wird, müssten deutlich hochgesetzt werden.

Als Beispiel dafür kann die Vergabe der Postdienstleistungen gesehen werden, für die das EU-Verfahren nötig wurde. Der Auftrag ging an eine von nur zwei Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, habe man laut Ordnungsbürgermeister Christian Werner (CDU) ein Jahr lang jeden Brief und jedes Paket registrieren müssen, das Rathausmitarbeiter auf die Reise geschickt haben - sonst hätte man eine ordnungsgemäße Ausschreibung nicht auf die Beine gestellt. "Der Aufwand ist enorm", sagt Werner. Durchgesetzt hat sich am Ende eine Dresdner Firma. Sie wird bis 2019 sämtliche Post der Verwaltung für jährlich reichlich 66 000 Euro zustellen. Man kann sich vorstellen, dass man zu dieser Beauftragung auch auf kürzerem Wege gelangt wäre.

uwe hofmann

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