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Wettbewerb fürs Luisenstift: Schulaltbau soll saniert werden

Wettbewerb fürs Luisenstift: Schulaltbau soll saniert werden

Es tut sich etwas an Radebeuls Schulen: Die Erweiterung der Grundschule Naundorf läuft noch, die Friedrich-Schiller-Grundschule ist frisch saniert, die Arbeiten am Pestalozzihaus und dem Hintergebäude der Oberschule Mitte sollen noch in diesem Jahr beginnen.

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Der Altbau des Luisenstifts soll saniert und erweitert werden. Wie genau, das will man in einem Architekturwettbewerb herausfinden. Ergebnisse sollen in etwa einem Jahr feststehen, frühestens 2017 könnte dann gebaut werden.

Quelle: Uwe Hofmann

Dennoch hat der Stadtrat nun bereits das nächste Großprojekt angeschoben: die Sanierung des in die Jahre gekommen Altbaus des Gymnasiums Luisenstift. Mit rund 6,5 Millionen Euro werden die Arbeiten an dem 1870 errichteten Ziller-Bau nicht gerade billig, weshalb man in der Lößnitzstadt die Ausrichtung eines Architekturwettbewerbs für angebracht hält. In Deutschland sei es üblich, einen solchen Wettbewerb auszurichten, sobald die Planungskosten 207 000 Euro übersteigen, begründet Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Sinn des prestigeträchtigen "Leistungswettstreits" sei es, "die beste und auch die preiswerteste Lösung zu bringen", wie er betont.

Diese Wortwahl hat ihren Grund. Der letzte Architekturwettbewerb, den Radebeul für einen Schulhausbau ausrichtete, muss im Ergebnis als gescheitert angesehen werden. "Der Wettbewerb für die Grundschule Oberlößnitz hat uns 2009 etwa 200 000 Euro gekostet", erinnert Stadträtin Eva Oehmichen (Bürgerforum/Grüne). Chancen auf eine Realisierung des damaligen Siegerentwurfs gibt es keine mehr. Weil man sich Investitionskosten von etwa acht Millionen Euro zusätzlich zu den etwa vier Millionen für die Grundschule Naundorf schlicht nicht leisten konnte, wurde das bestehende Schulhaus so weit ertüchtigt, dass der Unterricht in den nächsten Jahren gesichert ist.

Noch so einen Flopp will Radebeul nun vermeiden. Deswegen hat man sich eine mit 20 000 Euro veranschlagte Machbarkeitsstudie geleistet, die dem Wettbewerb enge Bahnen setzt. Demnach soll der später an das eigentliche Hauptgebäude angebaute Verwaltungstrakt mit dem Verbindungsbau abgerissen werden. Dort soll dann ein moderner Anbau entstehen. Er wird wie der Altbau dreigeschossig, aufgrund geringerer Geschosshöhen aber deutlich niedriger. Abriss und Neubau seien mit den Denkmalbehörden abgesprochen, sagt Baubürgermeister Müller. Im Architekturwettbewerb geht es vor allem darum, für die Verbindung beider Gebäude die praktikabelste Lösung zu finden.

Dennoch meldet sich bei den Stadträten leise Hoffnung auf ein repräsentatives Gebäude. Er hoffe, "dass etwas Vernünftiges dabei herauskommt", sagt CDU-Stadtrat Wolfgang Jacobi. Das hört sich beim SPD-Fraktions-Chef Thomas Gey ganz ähnlich an. "Ich gehe davon aus, dass nicht so ein Nachkriegs-Zweckbau herauskommen wird", sagt er. Die Aufgabe für die Wettbewerbsjury, die vermutlich in einem Jahr über den Preisträger befindet, muss damit einen ganz schmalen Grat zwischen Anspruch und dem finanziell Machbaren finden. Von "Blütenträumen, bei denen man über das Ziel hinausgeschossen ist" sprach Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), nachdem man sich endgültig gegen den Neubau der Grundschule Oberlößnitz entschieden hatte. Diese Worte haben noch Bestand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2015

Uwe Hofmann

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