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Wenn's brennt, kann's teuer werden: Coswig erhöht Gebühren für Feuerwehreinsätze

Wenn's brennt, kann's teuer werden: Coswig erhöht Gebühren für Feuerwehreinsätze

Ab März zahlen Coswiger mehr für die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Der Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung einer neuen Kostensatzung zugestimmt, die teils empfindlich gestiegene Gebühren enthält.

So kostet es künftig 127 Euro je Stunde, wenn das Löschgruppenfahrzeug LF10 eingesetzt wird. 21 Euro mehr als bisher. Je Feuerwehrmann und Stunde zahlt man weiter wie bisher 20 Euro. "Die Rettung ist und bleibt kostenlos", betont Ordnungsamtsleiter Olaf Lier.

Kosten fallen demnach nur an, wenn die Feuerwehr in trügerischer Absicht gerufen wird oder bei technischen Hilfsleistungen. Außerdem werden Brandstiftungen für den Täter teuer, wenn er denn ermittelt werden kann. Oft zahle die Haftpflicht, wenn man die Feuerwehr rufen muss, ohne dass das eigene Leben gefährdet sei, sagt zudem Bürgermeister Thomas Schubert (parteilos). Die hält sich allerdings zurück, wenn etwa bei einem Brand Fahrlässigkeit unterstellt werden kann. Ein vergessenes Bügeleisen kann so nicht nur allerhand Nerven kosten, sondern auch über den tatsächlichen Schaden hinaus ins Geld gehen - je nachdem, was die Kameraden alles auffahren mussten, um den Brand zu löschen. "Es ist nicht ganz ohne", sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). "Es gibt immer wieder mal eine Beschwerde."

Die anfallenden Kosten variieren genauso wie die daraus resultierenden jährlichen Einnahmen, die der Feuerwehrarbeit zugute kommen. Mal fallen 12000 Euro, mal 30000 Euro Gebühren für private Eigentümer im Jahr an, sagt Bür-germeister Schubert. Ein Großbrand könne sich schnell auf "mehrere 10000 Euro" belaufen, sagt Lier. "Mal schnell einen Ölfleck wegzuputzen kostet dagegen vielleicht 100 oder 200 Euro", sagt er. Kleinere Kosten können schnell für jedermann anfallen, etwa wenn Tiere zu retten sind.

Neu ist, dass Coswig auch für die Brandverhütungsschau kassiert, die für Gewerbeimmobilien und überall dort Pflicht ist, wo Menschen in größerer Zahl leben oder zusammenkommen, etwa bei Schulen, in Wohnheimen oder Hochhäusern. Bisher hat Coswig dafür auf Radebeuler Dienste zurückgegriffen, ist nun aber gesetzlich verpflichtet, einen eigenen Mitarbeiter mit der Brandverhütungsschau zu engagieren. Der nimmt ab März seine Tätigkeit auf. Ebenfalls neu in der Kostentabelle ist der Einsatz des Rettungsboots RTB2, bei dem es sich um eine Neuanschaffung handelt. Es fällt mit 335 Euro je Stunde ins Gewicht. Schwer zu überschauen macht, dass Coswig auch den Mengenverbrauch von Schaumbildner oder Löschwasser in Rechnung stellt. Zwei Euro kostet etwa der Kubikmeter Wasser, der aus dem Schlauch gespritzt wird. Da kann schnell einiges zusammenkommen. Jörg Morgenstern, Chef der Wasser- Abwasserbetriebsgesellschaft Coswig (WAB) schätzt, dass ein Hydrant etwa 96 Kubikmeter Wasser je Stunde abgibt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.02.2015

Uwe Hofmann

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