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Weltmeister Arndt stürzt mit seinem Viererbob beim Weltcup in Altenberg

Weltmeister Arndt stürzt mit seinem Viererbob beim Weltcup in Altenberg

Bob-Pilot Nico Walther (BRC Riesa) hat sich beim Heim-Weltcup in Altenberg als Mann der Stunde erwiesen. Der 24-jährige gebürtige Freitaler düpierte gestern im Vierer die gesamte Weltelite und holte den ersten Weltcup-Sieg seiner jungen Karriere.

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Viererbob-Pilot Nico Walther bejubelt in Altenberg seinen ersten Weltcupsieg.

Quelle: Thomas Eisenhuth, dpa

Am Sonnabend hatte der Junioren-Weltmeister dem deutschen Verband schon mit Bronze im kleinen Schlitten den bis dahin einzigen Podestplatz beschert.

Einen Schock gab es gestern im ersten Lauf, als der Oberhofer Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt in Kurve 14 stürzte und dabei Prellungen sowie eine Gehirnerschütterung erlitt. "Er hatte kurzzeitig das Bewusstsein verloren, konnte sich nach einem Blackout aber später wieder an alles erinnern und ist auf dem Weg der Besserung", gab Co-Bundestrainer Gerd Leopold gestern Nachmittag Entwarnung. Arndt musste zur Beobachtung acht Stunden im Dippoldiswalder Krankenhaus verbringen. "Wir hoffen dennoch, dass er bis zum Vierer-Rennen am nächsten Wochenende am Königssee wieder fit ist", so Leopold. Den drei Anschiebern des Oberhofers war zum Glück nichts weiter passiert.

Nico Walther ließ sich auch vom Sturzpech des erfahrenen Kollegen nicht aus der Ruhe bringen und schlug sogar den Olympia-Zweiten Oskars Melbardis (Lettland) um vier Hundertstel. Dritter wurde der Schweizer Rico Peter. "Es ist unglaublich: Erster Weltcup hier auf der Bahn und gleich zweimal auf dem Podium", sprudelte es aus dem Sieger heraus, der sein Glück gar nicht richtig fassen konnte und schon nach Bronze im Zweier gesagt hatte: "Ich weiß noch, wie als kleiner Junge im Jahr 2000 an dieser Bahn stand und unseren jetzigen Bundestrainer Christoph Langen bewundert habe, der damals Weltmeister wurde. Jetzt darf ich selbst hier auf dem Podest jubeln." Gerd Leopold sieht den Youngster auf jeden Fall auf dem richtigen Weg: "Nico ist der derzeit stärkste deutsche Pilot auf der Bahn. Er hat in Altenberg eine sehr gute Komplexleistung geboten. Am Start konnte er eine Steigerung nachweisen und näher an die Weltspitze heranrücken, fahrerisch hat er sich gut entwickelt, ließ gerade bei der Rutschpartie im Zweier den Schlitten schön laufen. Und auch das Material stimmt."

Dabei fährt Walther in beiden Disziplinen noch mit den alten Bobs, mit denen die deutschen Piloten 2013 in St. Moritz Weltmeister wurden. "Diese Geräte beherrscht er sehr gut", so Leopold, der zugibt, dass nach dem warmen Wetter beim dritten Saison-Weltcup die Materialfrage den Trainern und Aktiven wieder Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Denn Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich kam mit seinem kleinen Schlitten am Sonnabend bei 10 Grad Wärme und einer "Wasserrutschpartie" in der Bahn nicht zurecht und wurde nur Fünfter. "So ein Wetter hatten wir in Altenberg noch nie , deshalb fehlen die Erfahrungswerte. Da lief unsere Fahrwerkseinstellung nicht richtig", gab Friedrich zu. Er hatte am Ende immerhin 0,55 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Olympia-Zweiten Beat Hefti, der den ersten Schweizer Sieg nach Gustav Weder 1989 im Kohlgrund schaffte und Oskars Melbardis auf Rang zwei verwies. Der Oberbärenburger Albrecht Klammer belegte bei seinem Weltcup-Debüt den elften Platz. Gerd Leopold meint zur Materialfrage: "Wir waren bei kaltem Wetter in Übersee der Überzeugung, dass die neue Fahrwerkseinstellung bei den überarbeiteten Olympia-Bobs gut funktioniert. Doch schon bei Cathleen Martini, die mit unverändertem Olympia-Bob fährt und jetzt auch bei den Männern haben wir gesehen, dass wir bis zur WM in Winterberg noch viel Arbeit haben. Wir müssen für solche Wetter-Bedingungen noch eine Lösung finden, für unsere Top-Piloten konkurrenzfähige Schlitten hinbekommen." Dass Francesco Friedrich gestern auch im Vierer nur Sechster wurde, sieht der Coach zugleich als kleinen Weckruf: "Aber Start ist er top, aber seine Fahrleistung ist derzeit instabil. Sicher spielt da eine gewisse Verunsicherung durch die Materialprobleme eine Rolle, doch Franz muss auch mit der neuen Situation klarkommen, dass er jetzt als Favorit gehandelt wird, man Siege von ihm erwartet."

Nico Walther weiß, dass er sich vor allem am Start weiter steigern muss und sagt bescheiden: "Ich will erst einmal versuchen, mich im Weltcup zu etablieren. Dazu hat er schon am Wochenende am Königssee die nächste Gelegenheit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2015

Astrid Hofmann

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