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Weiterbau der Weißeritzbahn in Frage gestellt

Weiterbau der Weißeritzbahn in Frage gestellt

Voraussichtlich 15 Millionen Euro wird es kosten, die zweite Weißeritztalbahn-Strecke von Dippoldiswalde nach Kipsdorf wieder aufzubauen, die beim Augusthochwasser 2002 zerstört worden war.

Von Peter Weckbrodt

Davon sind etwa zwei Millionen Euro Planungskosten. Diese Zahlen nannte Roland Richter, der Geschäftsführer der SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft, gegenüber den DNN. Zugleich stellte Richter den Sinn dieser Investition in Frage. "Am Ende wird das aber wohl eine politische Entscheidung sein", sagt der SDG-Chef.

Denn der Bahnbetrieb auf der dann verlängerten Weißeritzbahnstrecke lässt sich nur finanzieren, wenn das Land Geld zuschießt. Der Freistaat will seine Zuschüsse an die Bimmelbahnen im Lande aber eindampfen - so sehr, dass Richter nun vorschlägt, den Zugverkehr auch schon im ersten Streckenteil zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf drastisch zu reduzieren. Er plädiert für einen Museumszugbetrieb an vier Wochenenden im Jahr.

Wenngleich es also derzeit eher fraglich ist, wie der laufende Zugbetrieb künftig finanziert werden soll, stehen zumindest für die Wiederaufbau-Investition bereits Mittel zur Verfügung: Im Doppelhaushalt 2011/2012 hatte die Landesregierung jeweils zwei Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt eingestellt. Bis zu elf Millionen Euro, so die Landesdirektion Dresden (LD), kommen aus dem Fluthilfefonds hinzu.

Einen Termin für den Baustart wollte Richter trotzdem nicht nennen, da noch ein weiterer Streit zwischen SDG und Freistaat seit nun schon drei Jahren im Hintergrund schwelt. Er warte, so Richter, weiter darauf, dass ihm die beim Bau des ersten Abschnitts entstandenen Mehrkosten bezahlt werden. Statt geplanter 18,7 Millionen Euro habe der Bauherr 22,3 Millionen Euro aufwenden müssen. Die Landesdirektion (LD) Dresden beharrt namens des Freistaats jedoch darauf, dass zunächst der erste Bauabschnitt vollständig geprüft und abgerechnet sein muss, bevor die SDG den zweiten Abschnitt ausschreiben kann. Das sei so vereinbart.

In Kenntnis der Gesamtlage bei den fünf sächsischen Schmalspurbahnen steht deren Finanzierung unterdessen bei der Landesregierung auf dem Prüfstand. Vorgesehen ist, die Mittel für den laufenden Betrieb sowie die Investitionen für diese Bahnen transparent im Landeshaushalt auszuweisen und tatsächlich zweckgebunden einzusetzen. Davon könnte auch die Weißeritztalbahn profitieren.

Derweil ist die Resonanz der weißeritztalbahn in Sachsen ungebrochen: Allein am vergangenen Wochenende nutzten 2100 Bimmelbahnfreunde den Inselbetrieb von Obercarsdorf nach Schmiedeberg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.11.2011

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