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Weiter Misstöne bei Orchesterfusion bei den Landesbühnen in Radebeul

Weiter Misstöne bei Orchesterfusion bei den Landesbühnen in Radebeul

Die geplante Fusion der Neuen Elbland Philharmonie (Riesa) mit dem Orchester der Landesbühnen Sachsen wird weiter von Misstönen begleitet. Am Donnerstag rügte die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) die Verhandlungsführung des Freistaates.

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Quelle: Sebastian Kahnert

Inzwischen werde auch die Forderung der Musiker nach einem Insolvenzschutz kategorisch abgelehnt, teilte der DOV in Berlin mit. „Es ist vollkommen unverständlich, weshalb sich der Freistaat seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten entzieht. Wie schnell selbst ein Staatstheater in Insolvenzgefahr geraten kann, erleben wir derzeit aktuell beim Staatstheater Schwerin", erklärte der stellvertretende DOV-Geschäftsführer Andreas Masopust.

Nach Aussagen des DOV konnten sich die Parteien auch in der Frage der Vergütung nicht weiter annähern, obwohl die Orchestervereinigung für die Radebeuler Musiker einen Gehaltsverzicht in Höhe von etwa 19 Prozent angeboten habe. „Das bedeutet konkret, dass zwischenzeitlich 102 Musiker sich das Gehalt von 86 ausfinanzierten Stellen teilen würden. Darüber hinaus wäre auch eine endgültige Orchestergröße von 72 Musikern grundsätzlich einigungsfähig, die nach einem weiteren Planstellenabbau erreicht werden könnte", hieß es. Die Arbeitgeber hätten nun die Vorlage eines einseitigen Vertragsentwurfs noch in dieser Woche angekündigt, denn die vom Freistaat gesetzte Frist zur Einigung laufe am 30. November aus.

Sollten die betroffenen Musiker dieses Angebot ablehnen, habe der Freistaat in Person von Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) die Abwicklung des Orchesters der Landesbühnen angekündigt, betonte Masopust. Der Freistaat will die Landesbühnen aus seiner Obhut entlassen und als GmbH weiterführen. In diesem Kontext ist auch die Fusion zu sehen. Die Neue Elbland Philharmonie war nach der Wende aus den Orchestern von Riesa und Pirna entstanden.

dpa

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