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Weingut Proschwitz will Export steigern - Prinz zur Lippe investiert mehrere Millionen Euro

Weingut Proschwitz will Export steigern - Prinz zur Lippe investiert mehrere Millionen Euro

Meißen. Das Meißner Weingut Schloss Proschwitz Prinz zur Lippe will sein Exportgeschäft stärken. Die Quote von derzeit etwa fünf Prozent soll bis 2019 auf mindestens zwölf Prozent mehr als verdoppelt werden.

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Georg Prinz zur Lippe und Prinzessin Alexandra zur Lippe sprechen im Salon auf dem Meißner Weingut Schloss Proschwitz über den Kurs des Unternehmens. Das Weingut der Adelsfamilie ist über 800 Jahre alt.

Quelle: Martin Förster

"Unsere wichtigsten Märkte sollen aber die in Sachsen und Deutschland bleiben", so Vertriebsleiter Gregor Rossberg. "International sind wir auf einem guten Weg und der Export soll kontinuierlich, jedoch nicht überstürzt weiter ausgebaut werden."

Im Vorjahr waren Finnland, Taiwan und Japan bereits wichtige Partner. Auf lange Sicht will das Weingut, das für 2012 mit einem Gesamtjahresumsatz von sieben Millionen Euro rechnet, vor allem in Osteuropa und Asien punkten sowie dort als Marke bekannter werden. Darüber hinaus würden sich mit dem jetzt aufwendig umgestalteten Internet-Auftritt des ältesten und mit einer Rebfläche von 896.000 Quadratmetern auch größten sächsischen Weinguts fortan neue Vertriebsmöglichkeiten bieten.

Russland, das Baltikum sowie Polen und Tschechien seien dabei als Märkte "sehr spannend". Dort öffne man sich laut Geschäftsführer Georg Prinz zur Lippe inzwischen "mehr für Weine aus Deutschland". Alte Ressentiments seien weggebrochen, in Polen habe er eine "positive Grundeinstellung gegenüber Sachsen erfahren. Im Osten Europas biete sich ein "Riesenmarkt". Für ihn seien aber "langfristige Partnerschaften" entscheidend, betont der Unternehmer.

Nicht ohne Grund: Seit dem Rückkauf des Weinguts seiner Familie 1990 sei quasi jedes Jahr fast eine Million Euro investiert worden. Allein über zehn Millionen Euro steckte Prinz zur Lippe in den Aufbau seines sächsischen Weinguts, für das momentan rund 100 Beschäftigte arbeiten. "Investitionen in den hiesigen Betrieb sind nun nahezu abgeschlossen", bilanziert Prinz zur Lippe.

Zuletzt hat Schloss Proschwitz etwa 3,3 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Kellerei im Niederauer Ortsteil Ockrilla investiert. In dem Gebäude lassen zwölf Winzer Trauben nach den Qualitätsstandards des Proschwitzer Guts pressen. "Damit haben wir die Möglichkeit, flexibler zu arbeiten, und zugleich einen zentralen Standort", hebt Prinz zur Lippe hervor. Die Investition möge besonders vor dem Hintergrund der "sehr geringen Ernten" in 2009 und 2010 "verrückt" wirken. Für die Folgen des sehr strengen Winters und extremer Hagelschäden in diesen Jahren hätte das Weingut trotz Versicherung noch etwa 1,3 Millionen Euro aufbringen müssen.

Doch die Nachfrage nach sächsischen Qualitätsweinen sei so groß wie nie zuvor. Und der 2012er-Jahrgang sei ein "sehr guter", mit dem sich ebenfalls international punkten lässt. Für 2013 rechnet Prinz zur Lippe in Proschwitz mit Absätzen von 500.000 bis 600.000 Flaschen. Der Gewinn sei aber ob der Investitionen vermutlich eher gering.

Mit wachsenden Erträgen sei außerdem auf dem Weimarer Weingut des Prinzen zur Lippe zu rechnen. Dort konnten zuletzt über 45.000 Flaschen abgefüllt werden. An dem Standort will der Prinz unbedingt festhalten. Doch mit einem Ende des Rechtsstreits um die dortige Ordensburg Liebstedt rechnet er dieses Jahr nicht. 2010 hatte er das Anwesen für 150.000 Euro gekauft, um einen Teil zur Kellerei auszubauen. Die Gemeinde Liebstedt versucht dies zu verhindern, verweist auf ein Vorkaufsrecht, klagte 2012 schon vergebens. Entschieden ist der Fall allerdings noch nicht endgültig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.05.2013

Stephan Klingbeil

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