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Weinfeste in Radebeul und Meißen beginnen am Freitag

Jeweils 50 000 Besucher erwartet Weinfeste in Radebeul und Meißen beginnen am Freitag

Es sind die beiden größten Volksfeste der Region: das Weinfest in Meißen und das Herbst- und Weinfest in Radebeul, das gemeinsam mit dem Internationalen Wandertheaterfestival in Altkötzschenbroda gefeiert wird. Beide beginnen an diesem Freitag, beide rechnen mit jeweils 50 000 Besuchern über das Wochenende.

„Attentat Fanfare“ bieten eine eindrucksvolle Bühnenshow beim Herbst- und Weinfest in Radebeul

Quelle: PR

Radebeul/Meissen. Es sind die beiden größten Volksfeste der Region: das Weinfest in Meißen und das Herbst- und Weinfest in Radebeul, das gemeinsam mit dem Internationalen Wandertheaterfestival in Altkötzschenbroda gefeiert wird. Beide beginnen an diesem Freitag, beide rechnen mit jeweils 50 000 Besuchern über das Wochenende, auch wenn sich Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) um eine Prognose drückt. „Ob es wirklich 50 000 werden, müssen wir abwarten, das hängt ja auch vom Wetter ab. Es werden viele in die Meißner Altstadt kommen, das ist sicher“, sagt er. Beide Feste eint auch, dass sie Wert auf eine fröhliche Atmosphäre legen und an den Sicherheitskonzepten nur marginal geschraubt haben, was den Besuchern kaum auffallen dürfte. In Radebeul will man in der gleichen Manier wie in den letzten fünf Jahren in Taschen und Rucksäcke schauen, in Meißen nicht einmal das. Erlaubt sind die Tragehilfen anders als bei anderen großen Festen gleichermaßen.

Damit hören die Gemeinsamkeiten – sieht man von den Hauptdarstellern, den sächsischen Winzern, ab – aber auch schon auf. Auf das Gebiet der Meißner Altstadt verteilen sich 27 größere und kleinere Bühnen, die Gewerbetreibende vor Ort aufgebaut haben. Allein die Fülle sorgt für Abwechslung. „Auf dem Markt wird es typische Weinfestmusik geben, am Hahnemannplatz Rock und am Theaterplatz Tanzeinlagen, Kleinkunst und junge Musik“, sagt Uwe Reichel vom Gewerbeverein, dessen Mitglieder das Weinfest alljährlich organisieren. Einen „stillen Punkt“ gebe es bei dem Trubel auch, wie Reichel sagt. Er befindet sich auf dem Domplatz, wo Chormusik zu hören ist.

Wie in den Vorjahren gibt es einen kleinen Jahrmarkt mit Schaustellern und Fahrgeschäften auf dem Festplatz am Elbufer. Ansonsten verteilen sich im Festgebiet etwa 300 Verkaufsbuden und 30 verschiedene Winzer mit ihren Weinverkäufen. Als Höhepunkte sind der Festumzug am Sonntag angekündigt, der gegen 10 Uhr im Speedwaystadion an der Zaschendorfer Straße starten wird und gegen 11.30 Uhr in der Innenstadt erwartet wird, das Fackelschwimmen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (So. 20 Uhr) und ein Feuerwerk (So. 20.30 Uhr) angekündigt. Der Eintritt ist kostenlos.

Damit ist auch schon einer der wesentlichen konzeptionellen Unterschiede zum Herbst- und Weinfest in Radebeul benannt. Dort organisiert das städtische Kulturamt das Wandertheaterfestival mit 20 Ensembles und Einzelkünstlern sowie das Musikprogramm mit 25 Bands aus aller Welt, die auf dem Kirchplatz, am Kuffenhaus und auf der Streuobstwiese auftreten. Zur Refinanzierung wird am Sonnabend und Sonntag ein Eintritt verlangt (Tageskasse: Sa. 9 Euro, ermäßigt 4 Euro; So. 7 Euro, ermäßigt 4 Euro). Andererseits brächten sich die Kötzschenbrodaer mehr und mehr ins Herbst- und Weinfest ein, betont Programmchef Helmut Raeder. 48 Höfe öffnen rings um den Dorfanger und bieten je ihre eigene Bewirtung, Bühne und Musik.

Das Festprogramm ist sehr dicht, die Höhepunkte kann sich jeder Besucher gewissermaßen nach Geschmack heraussuchen. Wer eine wilde Bühnenshow mit balkanesker Klezmermusik sucht, ist bei den Auftritten der französischen Gruppe „Attentat Fanfare“ (Fr. 23 Uhr, Sa. 15/18.30/23 Uhr, So. 13/16 Uhr) gut aufgehoben, bildstarkes Welttheater mit Stelzenläufern bietet das italienische „Teatro Due Mondi“ (Sa. 16 Uhr, So. 15 Uhr) und der Holländer Jaap Slagman lässt sich dabei beobachten, wie er Geschichten aus der dünnen Luft herbeizaubert (Sa. 15.30/19 Uhr, So. 14.30/17.30 Uhr). Der Spielort an den Elbwiesen, wo es am Sonnabendabend traditionell eine große Aufführung gibt, ist der „Cia. Elegants“ aus Spanien reserviert (Sa. 17.30/21 Uhr, So. 16 Uhr). Am Sonntag wird an gleicher Stelle im „Grande Finale“ ab 20 Uhr der Gewinner des Wandertheaterfestivals gefeiert, getanzt und gesungen während das von Richard von Gigantikow errichtete Holzlabyrinth verbrannt wird.

Angespannter noch als in Meißen ist die Verkehrslage für Autofahrer in Radebeul. Da die Festwiese als Standort für Schausteller und Fahrgeschäfte dient und daher als Parkplatz ausfällt, gibt es im Umkreis von Altkötzschenbroda fast keine Parkplätze. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr jedes Auto abgeschleppt wird, das auf Rettungswegen abgestellt wird. Außerdem fällt die wegen Bauarbeiten komplett gesperrt Kötzschenbrodaer Straße als Anfahrtsweg aus. Entsprechend empfehlen die Organisatoren dringend die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. S-Bahnen und Busse fahren verdichtet nach Meißen und Radebeul.

Von Uwe Hofmann

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