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Weinböhlaer Köhlerstraße wird für 1,9 Millionen Euro saniert

Weinböhlaer Köhlerstraße wird für 1,9 Millionen Euro saniert

Für knapp 1,9 Millionen Euro wollen der Landkreis Meißen und die Gemeinde Weinböhla die Köhlerstraße zwischen der Kreuzung mit der Dresdner Straße und der Friedensstraße grundhaft ausbauen.

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Die Köhlerstraße in Weinböhla wird 2015 in einem weiteren Abschnitt zwischen Dresdner Straße und Friedensstraße ausgebaut.

Quelle: Uwe Hofmann

Weinböhla. Der 860 Meter lange Abschnitt schließt sich unmittelbar an den bereits erneuerten, oberhalb der Friedensstraße gelegenen Teil der Kreisstraße an. Rund 920 000 Euro der Sanierungskosten trägt die Gemeindekasse, den Rest bezahlt der Landkreis.

"Die Köhlerstraße wird die größte und wichtigste Aufgabe im nächsten Jahr sein", sagte Bürgermeister Reinhart Franke (CDU) unlängst mit Blick auf den Gemeindehaushalt 2015. Das gilt aber auch in anderer Hinsicht. Schließlich ist der Ausbau der Köhlerstraße ein Politikum. Schon seit langem fürchten Anwohner, dass mit der Instandsetzung der desolaten Straße bei gleichzeitiger Verbreiterung der Fahrbahn eine neue Staatsstraße quasi auf dem kurzen Dienstweg errichtet werde.

Hintergrund ist das umstrittene Vorhaben, eine neue Staatsstraße 80 (S 80) zu bauen, das lange Zeit wesentlicher Bestandteil sämtlicher langfristiger Planungen war bis es 2012 plötzlich aus dem Landesentwicklungsplan herausfiel. Nach Protesten wurde die S 80 dort zwar wieder hineingeschrieben, rangiert aber an nachrangiger Stelle, so dass vor 2025 keine Entscheidung zu einer Trasse zu erwarten ist. Schon 2012 bekannte der damals verantwortliche Leiter des Straßenbauamts Meißen-Dresden, Holger Wohsmann, dass es aus Gründen des Naturschutzes fast unmöglich sei, eine geeignete Trasse für die S 80 zu finden.

Bis diese Diskussion wieder begonnen wird, bleibt viel Zeit, um anderswo Tatsachen zu schaffen. Und so wird jede Entwicklung auf der Köhlerstraße kritisch beäugt, zumal die Straße zu Beginn der Planung schon als zukünftige Staatsstraße diskutiert wurde. Skeptisch zeigten sich die Anwohner, als 2011 die Unterführung unter der Bahnstrecke so ertüchtigt wurde, dass sie Lkw passieren können. Alarmiert reagierten sie, als die Auerstraße in einem vom Kreis verwalteten Verzeichnis kurzzeitig zur Kreisstraße aufgewertet wurde. Sie verbindet Köhlerstraße und die alte Staatsstraße 80. Ein Fehler, wie die Verantwortlichen im Landratsamt beteuerten. Durch die bisherige Sanierung der Köhlerstraße sei die Verkehrsbelastung inzwischen auf rund 5600 Autos am Tag angewachsen, wie das Landratsamt informiert.

Entsprechend ist in einem den Kreisräten vorgelegten Papier davon die Rede, dass die Köhlerstraße "ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungskonzeptes des regionalen Straßenhauptnetzes zwischen Dresden und Meißen" darstelle. Das wird bei so manchem die Alarmglocken schrillen lassen.

Die Kreisstraße verbindet die S 82 und S 84 im Elbtal mit der S 81, die durchs Moritzburger Hochland führt. Man kann sich das vorstellen wie die Sprosse einer Leiter, wobei die Staatsstraßen die Stangen sind. Ertüchtigt man die Sprossen, so eine Überlegung, erspart man sich den Neubau der S 80. Gegen diese Sichtweise wehren sich auch Bürgerinitiativen in Friedewald und Radebeul, wo die Kottenleite, die Moritzburger Straße und die Durchfahrt durch Lindenau weitere Sprossen darstellen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.12.2014

Uwe Hofmann

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