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Weinbergstadion in Radebeul geht wieder in Stadtbesitz über

Von RBC an SBF Weinbergstadion in Radebeul geht wieder in Stadtbesitz über

Das umstrittene Weinbergstadion wird wieder städtisch. Die Stadträte haben der schon seit längerem diskutierten Übernahme der Sportanlage zugestimmt, sie wird in den Besitz der Stadttochter Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH (SBF) übernommen.

Das Weinbergstadion in Radebeul

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Das umstrittene Weinbergstadion wird wieder städtisch. Die Stadträte haben der schon seit längerem diskutierten Übernahme der Sportanlage zugestimmt, sie wird in den Besitz der Stadttochter Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH (SBF) übernommen. Der Fußballverein Radebeuler Ballspielclub 1908 (RBC), der das Stadion zuletzt in Erbbaupacht betrieben hat, hatte sich aus personellen und finanziellen Gründen die Beendigung des Pachtverhältnisses gewünscht.

Damit ist ein erster Schritt getan, die problematischen Verhältnisse an der Sportstätte zu regeln. „Man darf den Beschluss nicht überbewerten“, bremst zwar Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) die Euphorie, die Erwartungen sind dennoch hoch. Um dem gerecht zu werden, will die Stadt noch in diesem Jahr einen Rahmenplan ausarbeiten, bei dem „alle Seiten beteiligt“ werden, wie OB Wendsche sagt. Alle Seiten, das meint den SBF als neuen Betreiber, den Verein und die Anwohner, die sich seit Jahren über den Stadionbetrieb beschweren. Mehr als zehn Jahre lang lähmten mehrere Klagen gegen Bebauungsplan und Baugenehmigung den Stadionbetrieb. Auch nach mehr als einjähriger Vermittlung durch ein von drei Stadträten verschiedener Fraktionen ins Leben gerufenes Gremium sei das Miteinander immer noch schwierig, wie Christiane Schurig (SPD), eine der vermittelnden Stadträte, sagt.

Es gibt dabei Beschwerden, über die nicht groß diskutiert werden muss. Wenn etwa, wie mehrfach beklagt, Grundstücks- und Feuerwehrzufahrten an Spieltagen zugeparkt sind, dann ist das ein klares Missverhalten der Vereinsmitglieder oder ihrer Gäste. Mit dem eigentlichen Problem, dass nämlich die Anwohner über zu häufigen und zu lauten Spiel- und Trainingsbetrieb klagen, lässt sich dagegen nicht so einfach eine Schuld verbinden. Der Verein selbst platzt schließlich aus allen Nähten und hat seine liebe Not, einen vernünftigen Trainingsplan zu einigermaßen erträglichen Zeiten aufzustellen.

„Es ist der dritte Sportplatz nötig, da führt kein Weg dran vorbei“, sagt Stadtrat Sven Eppinger (CDU) daher. Langfristig plant Radebeul ein drittes Stadion, dass Druck aus dem Weinbergstadion nehmen könnte. Da es dafür aber am nötigen Geld mangelt und auch die Grundstücke an der durch einen Bebauungsplan gesicherten Vorzugsfläche Privateigentum sind, ist in naher Zukunft wohl nicht mit einem Bau zu rechnen. „Wir können nicht alles gleichzeitig“, sagt Oberbürgermeister Wendsche dazu.

Also geht es zunächst darum, die Verhältnisse im Weinbergstadion zu verbessern, wo es eine beachtliche Mängelliste gibt. „Die Kabinen sind fast nicht mehr zumutbar und auch die Erneuerung der Kunstrasenfläche steht an“, sagt Stadtrat Heinz-Jürgen Thiessen (Bürgerforum/Grüne). Darüber hinaus wird über eine zweite Schallschutzwand diskutiert, müssen die Straßenanbindungen einschließlich der Parkplatzsituation überarbeitet werden, ergänzt OB Wendsche. Stück für Stück soll der SBF jedes dieser Probleme beseitigen. OB Wendsche formuliert das sehr vorsichtig: „Wir können es hoffentlich unter Einwerbung von Sportfördermitteln zur Umsetzung bringen“, sagt er über das Rahmenprogramm. Es wird demnach noch Jahre dauern, ehe alles geklärt ist.

Vertraglich sieht man sich immerhin auf einem guten Weg. Zwar fehlt ein langfristiger Nutzungsvertrag zwischen SBF und Verein noch, die wichtigste Zahl hat man jedoch schon ermittelt: Knapp 130 000 Euro zahlt die Stadttochter an den RBC, weil dieser das Grundstück in der Zeit seiner Eigentümerschaft insbesondere durch den Einbau einer Flutlichtanlage aufgebessert hat.

Von Uwe Hofmann

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