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Weesensteins Bürgermeister Jörg Glöckner: "Fluss lässt sich nie bändigen"

Weesensteins Bürgermeister Jörg Glöckner: "Fluss lässt sich nie bändigen"

Weesenstein wurde 2002 zum Symbol für die Jahrhundertflut. Die Müglitz riss tiefe Wunden in die Gemeinde. Bis heute hat der Freistaat mehr als sieben Millionen Euro in den Flutschutz von Weesenstein investiert.

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Jörg Glöckner

Quelle: Archiv

Müglitztal. DNN sprachen mit Jörg Glöckner, dem Bürgermeister der Gemeinde Müglitztal, zu der Weesenstein gehört.

Frage: Herr Glöckner, es ist Flut und niemand spricht von Weesenstein.

Jörg Glöckner: Darauf können wir auch gerne verzichten. Wir sind wirklich nicht böse darüber.

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie die Bilder aus Dresden oder Meißen sehen?

Ich könnte heulen. Es ist tragisch, was da jetzt passiert.

Wie glimpflich ist Weesenstein davongekommen?

Stark geregnet hat es auch bei uns. Die Feuerwehr war unterwegs und musste einige Keller leerpumpen. Bei einem Haus kam Schlamm vom Hang. Aber kein Vergleich zu 2002.

Woran hat das gelegen?

Es kam eindeutig weniger Wasser als damals. Und die Schutzmaßnahmen haben sich bezahlt gemacht.

Ist die Müglitz gebändigt?

Der Fluss lässt sich nie bändigen. Er ist ein schlafender Tiger.

Wie bekommt man den Fluss in den Griff?

Indem man alles verbaut, was da ist. Ich habe mich immer gewundert, dass es an anderen Orten Leute gibt, die gegen den Hochwasserschutz sind. Wir haben gesagt: Wir nehmen das Geld, wenn es andere nicht wollen. Eine Hochwasserschutzmauer kann nicht hoch genug sein, sage ich immer.

Was können andere von Weesenstein lernen?

Weesenstein sollte ein Beispiel für andere sein, wie wichtig Hochwasserschutz ist.

Helfen die Weesensteiner jetzt bei dieser Flut anderen Betroffenen?

Unsere Feuerwehr steht Gewehr bei Fuß, um in Heidenau beim Aufräumen mit anzufassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2013

Interview: Th. Baumann-Hartwig

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