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Was lange gärt, wird gut - Meißner Schwerter-Brauerei erweitert Gärkeller

Was lange gärt, wird gut - Meißner Schwerter-Brauerei erweitert Gärkeller

Meißen. "Das macht schon Spaß", sagt Eric Schäffer. Er steht inmitten seiner Schwerter-Brauerei, als er diesen Satz sagt, nicht an den kupfernen Sudkesseln, sondern im Gärkeller, wo der "eigentliche Unterschied" liegt, wie er sagt.

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Blick in den Sudkessel: Brauerei-Chef Eric Schäffer (l.) zeigt Sachsens Europaminister Jürgen Martens (FDP), was man alles mit EU-Fördermitteln anfangen kann.

Quelle: Uwe Hofmann

Schließlich lässt Schäffer seine Biere dort länger und bei tieferen Temperaturen reifen als es bei den großen Braukonzernen üblich ist. Fünf Wochen sind es beispielsweise für ein Pils, das anderswo mitunter schon nach einer Woche in die Flasche kommt. "80 Prozent der Rohstoffe kommen aus der Region", sagt Schäffer einen weiteren dieser Sätze, die deutlich machen, dass die Erzeugnisse der "ältesten Privatbrauerei Sachsens" anders sind. "Ein handwerkliches Bier" eben, wie Schäffer sagt.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Als Schäffer, der seit 2005 Besitzer des Oberlausitzer Mineralwasserproduzenten Oppacher ist, 2009 die Schwerter-Brauerei kaufte, arbeiteten dort 19 Mitarbeiter. Um die 50 sind jetzt dort beschäftigt, dazu werden Lehrlinge im Brauer- und Mälzerhandwerk ausgebildet. Der Absatz sei um das zwei- bis dreifache gestiegen, sagt Schäffer, die genaue Höhe benennt er wie seine Umsatzzahlen jedoch nicht. Dass der Laden brummt, sieht man jedoch auch so. Schließlich hat Schäffer in den letzten Jahren rund zwei Millionen Euro in die Brauerei gesteckt, in eine Lagerhalle, den neuen Filterkeller, eine neue Schrotmühle und dergleichen mehr. Die nächste Investition ist schon geplant: In diesem Jahr wird auf eigener Fläche Platz für sechs bis acht neue Gärtanks geschaffen mit einer Option für weitere Erweiterungen. Dafür musste die Werkstatt schon weichen, die sich um die diversen Ausschankwagen kümmert, mit denen die Schwerter-Brauerei auf Touren ist. Im Coswiger Ortsteil Sörnewitz, nicht weitab vom Sitz der Brauerei also, hat Schäffer dafür eine alte Halle gekauft und herrichten lassen.

Die neuen Tanks werden dringend benötigt. "Es kommt schon vor, dass ein Bier ausverkauft ist", sagt Schäffer. An sich ein gutes Zeichen, unbedingt erwünscht ist es jedoch nicht. Weil an der Produktionsweise nichts geändert werden soll, müssen also neue Kapazitäten her. Die Schwerter-Brauerei soll langsam weiter wachsen.

Kein Wunder also, dass gerade in Wahlkampfzeiten gerne auch mal Landespolitiker vorbeischauen. Gestern war Justizminister Jürgen Martens (FDP) da, der auch die Europapolitik der Landesregierung verantwortet. Die Schwerter-Brauerei sei ein gutes Beispiel dafür, wie mittelständische Betriebe mit EU-Mitteln in Sachsen gefördert werden, meint Martens. Da nickt der in Radebeul lebende Unternehmer, lässt sich aber nicht in die Karten sehen, wieviel Fördermittel er schon bekommen habe. Lieber macht er deutlich, dass die Brauerei eine Herzensangelegenheit ist, erinnert an den Großvater, der schon Brauer war. "Mir ist es immer am liebsten, am Freitag in der Brauerei zu sein", sagt Schäffer, "hier schmeckt das Feierabend-Bier doch am besten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.05.2014

Uwe Hofmann

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