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Warnstreik bei den Landesbühnen - Mehr als 30 Mitarbeiter im Ausstand

Warnstreik bei den Landesbühnen - Mehr als 30 Mitarbeiter im Ausstand

Die Gewerkschaft Verdi will eine Ungleichbehandlung von Mitarbeitern der Landesbühnen Sachsen nicht länger hinnehmen. Am Montag bekräftigten etwa 35 Beschäftigte aus den Bereichen Technik, Werkstätten und Verwaltung ihre Forderung nach einem Haustarifvertrag mit einem Warnstreik.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Der Arbeitskampf blieb für das Publikum folgenlos, da keine Aufführung angesetzt war. Sollte die Geschäftsführung aber nicht auf die Forderungen eingehen, werde man noch im Mai auch publikumswirksam streiken, sagte Verdi- Verhandlungsführer Michael Kopp der Deutschen Presse-Agentur: „Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen wollen sich unser Beschäftigten nicht länger vertrösten lassen. Die Kollegen haben die Faxen dicke.

“Die Gewerkschaft verlangt einen Haustarif auf Basis des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Landesbühnen Sachsen mit Sitz in Radebeul waren 2012 aus der Obhut des Staates in eine GmbH entlassen worden. Seither gibt es für das technische Personal keinen entsprechenden Tarifvertrag mehr. Nach Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers Till Wanschura ist der Geschäftsführung an einer tarifrechtlichen Regelung und mehr Geld für die Beschäftigten gelegen. Bislang sei man aber in den Verhandlungen noch gar nicht dazu gekommen, über Zahlen zu reden: „Unsere Hand bleibt ausgestreckt.“ Von dem Warnstreik sei man am Montag überrascht worden. Die Gewerkschaft habe über diesen Schritt nicht informiert.

Kopp hält den Ausstieg aus dem TV-L für unbegründet. Mit der Umwandlung in eine GmbH habe sich außer dem Namensschild nichts geändert: „Es ist dasselbe Theater, es ist dieselbe Tätigkeit, es sind dieselben Menschen.“ Die Mitarbeiter brauchten Rechtssicherheit und die ihnen zustehende Bezahlung: „Die andauernde Ungleichbehandlung der Beschäftigten in einem Theater ist nicht länger hinnehmbar.“

Konkret verlangt Verdi die Übernahme des aktuellen TV-L und die Zahlung der seit 2013 angefallenen Gehaltserhöhungen - insgesamt 7,7 Prozent. Kopp verwies darauf, dass in zehn öffentlichen Theatern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die wie die Landesbühnen als GmbH arbeiten, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gilt.

dpa

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