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Warnstreik bei KBA in Radebeul für mehr Lohn - Pläne für Kooperation mit ?Heidelberger Druck?

Warnstreik bei KBA in Radebeul für mehr Lohn - Pläne für Kooperation mit ?Heidelberger Druck?

Im Radebeuler Werk des Würzburger Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer (KBA) legten gestern die Mitarbeiter ihre Arbeit für rund eine Stunde nieder. Mit dem Warnstreik bekräftigten die Beschäftigten und die IG Metall die Forderung, den Flächentarif um 5,5 Prozent zu erhöhen.

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Im Radebeuler Werk des Druckmaschinenherstellers KBA legten gestern die Beschäftigten ihre Arbeit für rund eine Stunde nieder. Sie unterstützen die Forderung der IG Metall nach 5,5 Prozent mehr Lohn.

Quelle: Stephan Klingbeil

In Sachsen verliefen die ersten zwei Verhandlungsrunden dazu ergebnislos.

Gestern Abend stand in München für Bayern die vierte Gesprächsrunde mit Arbeitergebervertretern an, die laut Willi Eisele von der IG Metall Dresden zunächst nur 2,3 Prozent mehr Lohn angeboten haben. In Sachsen warte man dieses Ergebnis ab. Die dritte Tarifrunde am Freitag gebe es hier aber so oder so."Gutes Geld für gute Arbeit - das gilt auch für uns hier in Radebeul", betont der KBA-Betriebsrat Claus Weihmann. 5,5 Prozent mehr Lohn seien angemessen.

Die gestern von KBA bestätigten Pläne zu einer Kooperation mit "Heidelberger Druck", dem größten Wettbewerber, mag er nicht kommentieren. KBA-Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann hatte der Börsenzeitung gesagt, "dass die Marktsituation es verlangt, den ein oder anderen ausgetretenen Pfad zu verlassen". Absätze seien "durch die verhaltene Druckmaschinennachfrage niedrig und die Margen auch". Wie die Zusammenarbeit aussehen werde, sei dem Vorstandschef zufolge noch offen. Eine Fusion wäre "zu weit gegriffen, und kartellrechtlich ausgeschlossen".

"Heidelberger Druck" und KBA beherrschen fast zwei Drittel des Weltmarkts für Bogenoffset-Maschinen. Laut KBA haben beide eine "große Zahl identischer Lieferanten". Die Heidelberger schreiben jedoch rote Zahlen. KBA hatte 2012 den Bogenoffset-Umsatz im Vergleich zum Jahr zuvor zwar um 10,2 Prozent übertroffen. Dennoch schloss der Bogenbereich, bei dem das Radebeuler Werk mit einem Anteil von über 80 Prozent dominiert, 2012 vor Steuern mit einem 38,7-Millionen-Euro-Minus ab. Der Verlust kam im Wesentlichen aus dem Werk Radebeul, dessen Ergebnis aber mit der einmaligen Abschreibung aufs Anlagevermögen belastet wurde.

Im nun veröffentlichten Quartalsbericht von KBA kommt das Radebeuler Werk vergleichsweise gut weg. Der Umsatz ging dort im Vergleich zum 2012 nur leicht zurück, um genau 2,7 Prozent. Insgesamt wurde im Konzern ein Rückgang der Neubestellungen um 15,5 Prozent auf 200 Millionen Euro registriert. Der Umsatz der KBA-Gruppe lag mit 190,7 Millionen Euro rund 73 Millionen Euro unter dem Wert von 2012.

"Das lag vor allem daran, dass Kunden die Maschinen erst im zweiten Halbjahr geliefert haben wollen", sagt Sprecher Bernd Heusinger. Die Aufträge seien da, Umsätze kämen aber erst im zweiten Halbjahr zum Tragen. Veränderungen in Radebeul seien nicht ge-plant. Es bleibe bei fast 1600 Mitarbeitern. Vor allem nach der jetzt eröffneten Messe China Print hofft KBA auf "gute Geschäfte".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2013

Stephan Klingbeil

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