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Waldburg scheint geeignet als Heim für Asylbewerber

Waldburg scheint geeignet als Heim für Asylbewerber

Die ehemalige Gaststätte und Pension "Zur Waldburg" in Langenhennersdorf könnte als Zufluchtsort für Flüchtlinge dienen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hält die Unterkunft für die Unterbringung von rund 40 Asylbewerbern für geeignet.

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Könnte als Zufluchtsort für Flüchtlinge dienen: die ehemalige Gaststätte und Pension "Zur Waldburg" in Langenhennersdorf.

Quelle: Marko Förster

Langenhennersdorf. "Mit einer Entscheidung wird Ende des Monats gerechnet", teilt Kerstin Körner, Leiterin des Kreisordnungsamtes, mit.

Das Landratsamt in Pirna sucht derzeit überall im Kreisgebiet nach Unterbringungsmöglichkeiten für Asylsuchende. Die weltweite Zunahme von Krisenherden und kriegerischen Auseinandersetzungen wie beispielsweise im Nahen Osten lässt ihre Zahl auch in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge steigen. Ging man Anfang des Jahres noch von 426 Flüchtlingen aus, die dem Landkreis dieses Jahr zugewiesen werden, ist die Personenzahl jetzt auf 675 gestiegen. 245 Menschen sind bereits da, 430 werden noch kommen. Um ihnen ein sicheres Obdach bieten zu können, schaut sich das Landratsamt derzeit nach geeigneten Objekten um. Infrage kommen einzelne Wohnungen sowie Wohneinheiten und Wohngruppen. Dazu zählen auch Pensionen.

Die Waldburg gehört André Vogt, der auch Eigentümer von Schloss Nickern in Dresden ist. Beide Immobilien vermietet er für Veranstaltungen und Feiern. Die Waldburg hat er vor fünf Jahren bei einer Zwangsversteigerung erworben. Doch das Vermietungsgeschäft will nicht so recht laufen. Und es werde nicht besser. "Deshalb möchte ich das Objekt verkaufen", informiert er. Ein Interessent ist ein für den Landkreis tätiger Betreiber von Asylbewerberunterkünften.

as Landratsamt schaut sich derzeit über 100 Objekte an, so auch diejenigen, die sich im Eigentum des Landkreises befinden. Die leerstehende Berufsschule im Ort kommt nicht infrage. Grund: "Die Berufsschule ist mit über 100 Plätzen zu groß", informiert Körner. Gesucht werden eher kleinteilige Einrichtungen für 40 bis 50 Personen. Zentrale Heime wie in Langenburkersdorf und Schneeberg stehen nicht auf der Agenda. Das Landratsamt verfolgt ein dezentrales Konzept zur Unterbringung. Massenunterkünfte bergen ein gewisses Konfliktpotenzial, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und von verschiedener Nationalität auf engstem Raum zusammenleben müssen. Durch die kleinteilige Unterbringung ließe sich das eher vermeiden. Ein potenzieller Kandidat ist die Waldburg.

In der kommenden Woche finden Gespräche mit dem Bürgermeister und Sozialarbeitern statt. Dabei sollen Anregungen und Hinweise der Einwohner, die am Donnerstagabend auf einer Einwohnerversammlung vorgebracht wurden, erörtert werden, wie Lage des Objekts, Telefonverbindung, Busanbindung und Möglichkeit der Integration. Erst nach der Klärung dieser und weiterer Punkte fällt die endgültige Entscheidung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2014

Silvio Kuhnert

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