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Wahnsdorfer Messlabore saniert - Zum Jubiläum wurde auch alte Säule restauriert

Wahnsdorfer Messlabore saniert - Zum Jubiläum wurde auch alte Säule restauriert

Auf dem Gelände des Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) im Radebeuler Ortsteil Wahnsdorf hat sich in den vergangenen vier Jahren einiges getan.

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Diese Wahnsdorfer Säule wurde 1865 an der ehemaligen Wetterwarte errichtet.

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Der Freistaat hat den zentralen Standort des BfUL für 3,85 Millionen Euro rundum erneuert sowie um An- und Neubauten erweitert. Zum einen ist das Verwaltungsgebäude saniert und um einen Anbau verlängert worden. Von dort führt nun eine gläserne Brücke in den roten Laborbau. Untersuchungen zur Umweltradioaktivität finden darin statt, so Geschäftsführer Ulrich Langer. Mithilfe der Brücke würden im Ernstfall Verunreinigungen ausgeschlossen.

Doch nicht nur in diesem Teil der Ablage wurde saniert und umgebaut. Auch der alte Turmbau, in dem der Messnetzbetrieb Luft untergebracht ist, bekam eine Schönheitskur verpasst. Darüber hinaus sind die Garagen für Autos und Messtechnik samt Werkstatt gegenüber vollkommen neu. Von dem Radebeuler Standort aus wird das gesamte Luftmessnetz Sachsens betreut.

Neben der Verwaltung und der Geschäftsführung sind in Wahnsdorf die Bereiche für Umweltradioaktivität, für Wassermessnetz und Meteorologie untergebracht. Mit Nossen gibt es im Landkreis Meißen außerdem noch einen zweiten Standort. Dorthin sind auch die Labore aus Leipzig umgezogen, so dass dort der Großteil der Labortätigkeiten der Betriebsgesellschaft stattfindet. Von den insgesamt 250 Mitarbeitern in zehn Standorten sind in Wahnsdorf 75 tätig.

Morgen werden viele von ihnen nach Wahnsdorf kommen und u.a. Gäste durch die Labore führen. Beim Tag der offenen Tür, der von 10 bis 14 Uhr in der Straße Altwahnsdorf 12 stattfindet, soll außerdem die Technik erklärt werden, mit der etwa Wasser und Luft erprobt werden. Ein Gang über das Areal der BfUL ist ebenfalls möglich.

Dabei lohnt allerdings auch ein Blick auf den hinteren Teil des Geländes. Denn im Schatten des Turmhauses ragt eine steinerne Säule auf einer Erhebung empor. Dabei handelt es sich um eine erst vor wenigen Tagen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz restaurierte sogenannte Nagelsche Säule. Sie ist Teil eines von Christian August Nagel vor 150 Jahren entwickelten Systems zur Vermessung von Land. Es basiert auf Dreiecken und erwies sich präziser als vorherige Vermessungssysteme.

Auf der Wahnsdorfer Kuppe zeugt die dank Heimatverein und Ortschaftsrat nun für rund 300 Euro restaurierte Säule von diesem System. "Sie war über die Jahre stark verwittert", erklärt Heinz Mattusch vom Ortschaftsrat Wahnsdorf. Zu DDR-Zeiten habe sich niemand darum gekümmert. Mattusch war über zehn Jahre Vorsitzender des Heimatverein. Mit Vereinskollegen Heinz Kießling setzte er sich ebenso für den Erhalt dieses Granitsteins von 1865 ein. Schon die beiden Wegesäulen an der Reichenberger Straße / Altwahnsdorf sowie am Dorfgrund / Langewiesenweg wurden auf ihre Initiative hin restauriert.

Die Nagelsche Säule an der einstigen Wetterwarte, jetzt Standort der BfUL, kennt Mattusch seit seiner Kindheit. Vor vielen Jahren, so sagt er, habe sich schon einmal ein Unbekannter mit Farbe an dem alten Schriftzug auf der Säule mehr schlecht als recht versucht. Von den krummen Lettern ist aber nach der Restaurierung nichts mehr zu sehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2012

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