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Wahlkampfdebatte beim Jugendverein in Radebeul

Wahlkampfdebatte beim Jugendverein in Radebeul

"Eineinhalb Jahre kein Mathematik-Unterricht in einer Radebeuler Oberschule - wie kann das passieren?" So lautete eine der Fragen, die beim Wahlforum des Radebeuler Jugendvereins Noteingang von den Kandidaten beantwortet werden mussten.

Das Podium, auf dem neben dem SPD-Spitzenkandidaten Martin Dulig auch die Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer (CDU, Gävernitz), Annekatrin Klepsch (Linke, Dresden) sowie die Kandidaten Martin Oehmichen (Grüne, Radebeul), Michael Muster (AfD, Moritzburg) und Sandra Willer (Piraten, Chemnitz) saßen, musste sich vor allem zu Themen äußern, die Jugendliche interessieren. Das heißt Bildungspolitik, Kinder- und Jugendpolitik sowie Asylpolitik. Zudem kamen zahlreiche Fragen aus dem voll besetzten Publikumsraum. Das ist ein eigentlich recht reizvoller Aufbau für eine Wahlkampfdebatte vor der Landtagswahl Ende August, leider kam ein echter Dialog zwischen Jugend und Politikern kaum zustande. So lautete die Standardantwort auf die Frage nach dem fehlenden Mathe-Unterricht auch: "Wir müssen etwas gegen den Lehrermangel tun." Dabei hatte die Fragestellerin doch extra gebeten, das Problem nicht nur als Folge einer zu dünnen Personaldecke zu begreifen.

Einen schweren Stand hatte der CDU-Abgeordnete Fischer, dem die Jugendlichen mit kritischen Fragen zusetzten. Bei der Asylpolitik blieb er bei seinem Standpunkt, dass eine Integration vor Anerkennung des Asylstatus keinen Sinn habe und bei einer dezentrale Unterbringung viele Asylbewerber sich selbst überlassen werden. Bei der Frage, ob er ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare befürwortete, drückte er sich schlicht um die Antwort, indem er sagte, dass zu dieser Frage gerade die Meinungsbildung innerhalb der CDU stattfinde.

Diskussionsfreudig trat der kurzfristig für Uwe Wurlitzer eingesprungene Muster auf, der zwar mitunter nur aus dem AfD-Wahlprogramm zitieren konnte, dafür aber auch in der Pause auf die Jugendlichen zuging. Dies versuchte Piratin Willer mit ihrem Ausspruch, dass sich ihre Partei für die Legalisierung von Cannabis einsetze, mit bemerkenswert geringem Erfolg. Auffällig war die häufige Übereinstimmung zwischen Dulig und Klepsch, die häufig nur die Position des jeweils anderen bekräftigen konnten. Der Grüne Oehmichen, dessen Partei auch ähnliche Positionen bezog, entzog sich dem vor allem zum Ende der Veranstaltung hin, indem er zusammenfassende Worte an das Ende der Debattenrunde setzte. uh

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2014

Uwe Hofmann

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