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Wackerbarths Hagelschaden halb so wild: Staatsweingut rudert bei Unwetterbilanz zurück

Wackerbarths Hagelschaden halb so wild: Staatsweingut rudert bei Unwetterbilanz zurück

Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth rudert bei der Bilanz seiner angeblichen Hagelschäden zurück. "Nach aktuellem Stand gehen wir im gesamten Raum Diesbar-Seußlitz insgesamt von einem geringen Verlust im einstelligen Prozentbereich aus", sagte Unternehmenssprecher Martin Junge auf Anfrage.

Anfang Juli erklärte das Tochterunternehmen der Sächsischen Aufbaubank, die Weintrauben wiesen nach einem kurzen Unwetter zum Teil deutliche Schäden auf. Insgesamt sollten 50 Hektar betroffen gewesen sein. Damit wäre knapp die Hälfte der Ertragsrebfläche in Mitleidenschaft gezogen worden.

Weder Außenbetriebsmitarbeiter des Staatsweinguts noch benachbarte Winzer wollten seinerzeit diese Angaben bestätigen. Auf Nachfrage machte schließlich auch das Staatsweingut zunächst keine Angaben zu Details mehr und verwies darauf, dass der Unwetterschaden von der Versicherung geprüft werde. "Bezüglich der Einschätzung der Hagelschäden im Raum Diesbar-Seußlitz stehen wir im regelmäßigen Austausch mit den Experten der Hagelversicherung", erklärte Junge in dieser Woche. Seriöse Aussagen über die letztendliche Höhe der Hagelschäden ließen sich jedoch erst treffen, wenn die Trauben im Keller sind. Das habe mehrere Gründe: "Wir führen in unseren Weinbergen verschiedene Maßnahmen zur Qualitätssteigerung durch, darunter auch die Traubenreduktion", erklärte der Gutssprecher. Dabei könne "man natürlich auch durch Hagel geschädigte Trauben bewusst entfernen". Dies habe letztendlich einen Einfluss auf die abschließende Höhe des Hagelschadens. "Darüber hinaus verwachsen einzelne Hagelschäden auch wieder", sagte Junge. Am stärksten betroffen seien die Rebsorten Müller-Thurgau, Kerner und Frühburgunder. Ob sich dies auf den Preis des Jahrgangs 2014 auswirkt, scheint unklar. Die sächsischen Winzer erwarten in diesem Jahr eine Durchschnittsernte und Händler verweisen darauf, dass sich weitere Preissteigerungen bei den Kunden kaum noch durchsetzen ließen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2014

Lars Müller

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