Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Wackerbarth verschiebt Beginn der Weinlese

Wackerbarth verschiebt Beginn der Weinlese

Am Wochenende hatten die Winzer im Elbtal noch eingeladen zum Tag des offenenen Weinguts. Viele Besucher ließen sich die sächsischen Weine schmecken. Doch mit der aktuellen Lese sieht es nicht so gut aus.

Voriger Artikel
Dynamo-Zweite mit Nullnummer - Neugersdorf und Bautzen führen Oberliga an
Nächster Artikel
Diebe stehlen angeschlossene Fahrräder aus Tiefgarage eines Radebeuler Hotels

Die rechte Reife fehlt: Vize-Kellermeisterin Christiane Spieler von Schloss Wackerbarth in Radebeul testet den Zustand der Trauben für den Jungwein Federweißer.

Quelle: Schloss Wackerbarth/dpa

Das sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul etwa muss den Beginn der Weinlese um etwa drei Wochen verschieben. Eigentlich sollten die ersten Trauben für den Jungwein Federweißer jetzt geerntet werden.

"Aber es gibt im Moment nichts zu ernten", teilte Weingut-Sprecherin Ulrike Schröter mit. Die Trauben seien mindestens drei Wochen in ihrer Reife zurück, viele noch klein, grün - und ungenießbar. Die Ernte der frühreifen Sorten wie Solaris und Phönix beginne daher voraussichtlich Mitte September.

Zu den ersten Weinfesten im Elbland kann daher vorerst kein sächsischer Federweißer ausgeschenkt werden. Auch aus den anderen Bundesländern gebe es diesbezüglich Lieferengpässe, sagte Schröter. Die Bedingungen für den Wein seien in diesem Jahr schwierig gewesen.Noch zu Ostern lag Schnee, zur Blütezeit im Juni gab es jede Menge Regen. Das habe dazu geführt, dass sich viele Trauben nicht ausbilden konnten. Das Staatsweingut rechnet deshalb mit etwa 30 Prozent weniger Ertrag als sonst. Ein Trost allerdings bleibt für die Staatswinzer: "Wir rechnen mit einer herausragenden Qualität, weil sich die Nährstoffe auf wenige Trauben konzentrieren."

Auch der Weinbauverband Sachsen rechnet damit, dass die Weinlese frühestens in drei bis vier Wochen beginnt. "Das habe ich bisher noch nicht erlebt", sagte der Vorsitzende Bernd Kastler. Die Erntemenge werde in diesem Jahr eher unterdurchschnittlich ausfallen. Schon das vergangene Jahr sei mit rund 20 000 Hektolitern eher durchschnittlich gewesen. Die Winzer hoffen jetzt auf einen goldenen Herbst voller Sonne. "Der September ist entscheidend." Zuerst werden dann Goldriesling und Müller-Thurgau geerntet, bevor Klassiker wie Grau- und Weißburgunder oder Traminer von den Reben geknipst werden. Zum Schluss werden die Riesling-Trauben gelesen.

Das Weinbaugebiet Sachsen ist das nordöstlichste in Deutschland und zudem eines der kleinsten zusammenhängenden Gebiete bundesweit. Rund 2500 Winzer bewirtschaften derzeit etwa 447 Hektar Rebfläche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.08.2013

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr