Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
WGC plant Wohnpark mit 190 Seniorenwohnungen in Coswig

WGC plant Wohnpark mit 190 Seniorenwohnungen in Coswig

"Es ist mit 190 Wohneinheiten eines der größten Bauvorhaben in Coswig seit 1990", sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). An der Moritzburger Straße will die Wohnungsgenossenschaft Coswig (WGC) einen Komplex für barrierefreies Wohnen errichten.

Voriger Artikel
Radfahrerin bei Verkehrsunfall in Coswig verletzt
Nächster Artikel
"Pesta"-Sanierung muss warten - Pirna will erst begonnene Bauprojekte abschließen

Der Kreyernweg wird von der Stadt aufgegeben. An dieser Stelle will die WGC einen Seniorenwohnpark mit 190 Wohnungen bauen.

Quelle: Uwe Hofmann

Arbeitstitel: "Seniorenwohnpark Spitzgrund". Dabei hat es die WGC offenbar sehr eilig, weshalb der Stadtrat zu einer Sondersitzung zusammenkommen musste, um den Weg prinzipiell frei zu räumen. Wenn alles wie geplant läuft, könnte die WGC bereits im nächsten Jahr bauen, meint Bauamtsleiter Wolfgang Weimann. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Der beginnt mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das knapp zwei Hektar große Gebiet, den die Stadt bis Anfang nächsten Jahres auf die Beine gestellt haben will. Zuvor will sie aber noch einen Durchführungsvertrag mit der WGC verhandeln, der alle Fragen klärt. Einige davon sind durchaus knifflig.

So soll der Wohnpark als ein Komplex dreier einzeln stehender Gebäude auf der Grünfläche entstehen, die von Moritzburger Straße, Niederauer Straße, Nord- und Siedlerstraße umschlossen wird. Die drei letztgenannten Straßen sollen dabei als Zufahrt dienen, wofür sie im derzeitigen Zustand absolut nicht geeignet sind, wie Bauamtsleiter Weimann sagt. Die insgesamt 410 Meter Straße müssten um wenigstens einen Meter auf 5,50 Meter verbreitert werden und außerdem einen Fußweg erhalten, den es dort derzeit noch nicht gibt. Die WGC will dafür einen zwei Meter breiten Streifen von ihrem Grundstück abknappsen. Die Frage, wer den Straßenbau bezahlt, soll aber noch im Durchführungsvertrag geklärt werden. Coswigs Position ist klar: Die Erschließung solle "haushaltsneutral" geschehen, sprich die Stadtkasse nichts kosten.

Es ist denkbar, dass dieser Handel zustande kommt, hat die Stadt doch mit der Aufgabe des Kreyernwegs, der die Grünfläche einmal durchschneidet, der WGC ein Zugeständnis gemacht. Der Weg erfüllt weiter keine Funktion, wird von den Anwohnern in der Hauptsache als Parkfläche genutzt, ist man im Rathaus überzeugt. Die müssen sich künftig andere Stellplätze suchen. Für die künftigen Bewohner des Seniorenwohnparks sollen vor allen in Tiefgaragen Parkplätze entstehen.

Eine weitere noch offene Frage stellt der Lärmschutz dar. Schließlich befindet sich der Baugrund nah an der Bahnlinie. Deren Lärm soll durch eine günstige Stellung der Gebäude und eine geeignete Fassadengestaltung geschluckt werden, wie Weimann andeutet.

Bei der Bewertung des Bauvorhabens tut sich die Stadt schwer. "Müssen da unbedingt Wohnungen für Senioren gebaut werden?", fragt etwa Stadträtin Corona Knibbe-Lüders (SPD-Linke-Grüne). Der Spitzgrund gilt ohnehin schon als Viertel mit einem hohen Altersschnitt. "Mir wäre es auch lieber, wir könnten dort Einfamilienhäuser bauen", entgegnet OB Neupold. Allerdings gilt das Verhältnis zwischen WGC und Stadt seit dem Parkplatzstreit (DNN berichteten) als zerrüttet. Neues Öl ins Feuer gießen will keine der beiden Seiten. Zudem zeichnet sich ab, dass die WGC offenbar auf Zuzug setzt. Wie Neupold sagt, sollen die neuen Wohnungen vor allem außerhalb des Stadtgebiets beworben werden. Der Oberbürgermeister erteilt zudem allen Gedankengängen, der Neubau sei die Trendumkehr weg von den großangelegten Abrissprojekten in den Wohngebieten eine Absage. "Wir werden auch im Spitzgrund wie im Wohngebiet Dresdner Straße noch viel tun müssen, einfach weil der Mieter nicht mehr im fünften Stock wohnen möchte", sagt er. Barrierefreies Wohnen sei dagegen momentan ein Renner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2014

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr