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Vorgetäuschter Baumsturz im Nationalpark: Sicherungsarbeiten sollen natürlich aussehen

Vorgetäuschter Baumsturz im Nationalpark: Sicherungsarbeiten sollen natürlich aussehen

Rund 50 Mal im Jahr schützen Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Wanderwege vor Bäumen, die umzustürzen drohen. Dabei achten sie darauf, dass dies so unauffällig und natürlich aussehend wie möglich passiert.

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Mareike Köhler und Marcel Otto suchen den Weg durch den scheinbar von selbst umgestürzten Baum.

Quelle: Mike Jäger

Bad Schandau. Jüngst geschehen auf dem Königsweg, der zur Oberen Affensteinpromenade führt. Wanderer berichteten von einer umgestürzten Buche, die mehr schlecht als recht vom Weg geräumt wurde. "Es handelte sich bei dem umgefallenen Baum nicht um ein natürliches Ereignis, sondern um eine Verkehrssicherungsmaßnahme. Wir haben uns jedoch bemüht, es wie ein natürliches Ereignis aussehen zu lassen", informiert Nationalparksprecher Hanspeter Mayr.

Der Laubbaum war von Holzpilzen befallen. "Bei Buchen ist dies ein untrügliches Zeichen für erhöhte Bruchgefahr, die wir zum Schutz der Besucher an Wanderwegen beseitigen müssen", teilt Mayr mit. Da der Baum ganz oder in Teilen auf den Weg zu brechen drohte, haben Forstarbeiter ihn mit maschineller Hilfe umgezogen. "Wir verfahren dabei immer mit dem Ziel, den Eingriff so gering wie möglich durchzuführen und das Ereignis so natürlich wie möglich aussehen zu lassen", so Mayr. Anschließend stellten die Forstarbeiter die Begehbarkeit wieder her, in dem sie die Äste dort durchgesägt haben, wo der Wanderweg durchläuft. "Die Äste bleiben im Wald liegen und dienen als Totholz während der Zersetzung über Jahre als wertvoller Lebensraum für Insekten und Pilze", informiert Mayr.

Da es sich um einen markierten Wanderweg handelt, investiert der Nationalpark mehr Aufwand, um Wegoberfläche, Stufen oder Geländer zu pflegen. Bei ihnen handelt es sich um Erschließungswege für Wanderer und Spaziergänger. Bergpfade dagegen sind aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades für versierte Wanderer mit höherer Trittsicherheit gedacht. Diese Pfade werden nur sehr zurückhaltend unterhalten. Dies gilt auch für Verkehrssicherungsmaßnahmen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2015

Silvio Kuhnert

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