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Von Beruf Meerjungfrau

Von Beruf Meerjungfrau

Eine junge Krankenschwester tauscht den weißen Kittel gegen ein Meerjungfrauenkostüm und macht daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell. DNN-Volontär Hauke Heuer hat sich mit der Leipzigerin Sabine Schönborn unterhalten, die ab April "Mermaiding"-Kurse im Geibeltbad-Pirna anbietet.

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Sabine Schönborn im Freizeitzentrum Hains in Freital. Im Frühjahr kommt die Meerjungfrau nach Pirna.

Quelle: Hauke Heuer

Pirna. DNN: Mermaiding, was ist das überhaupt?

Sabine Schönborn: Wir stellen in unseren Kursen Meerjungfrau-Kostüme zur Verfügung und zeigen den Teilnehmern auf eine spielerische Art, wie man mit einer einzelnen Flosse schwimmt.

Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Ich bin schon immer viel geschwommen und war in Schwimmvereinen engagiert. Parallel zu meinem damaligen Job als Krankenschwester war ich Trainerin für das Schwimmen mit Babys. Gemeinsam mit einem befreundeten Fotografen haben wir für die Eltern Unterwasserfotos von den Babys in verschiedenen Tierkostümen gemacht. So bin ich auf die Meerjungfrauenkostüme gestoßen. Die wurden so gut angenommen, dass ich beschloss, ein Trainingskonzept zu entwickeln und ein Patent auf das Meerjungfrauenschwimmen anzumelden.

Und heute sind Sie hauptberuflich Meerjungfrau?

Das kann man so sagen. Meinen Job als Krankenschwester habe ich, auch wegen der Diagnose Burn Out, an den Nagel gehangen. Dieses Projekt nimmt mich voll ein. Wir sind mittlerweile in 25 deutschen Bädern aktiv. Das würde ich nie alleine schaffen. Acht weitere Trainer, davon sind drei fest angestellt, verdienen ihr Geld als Meerjungfrau.

Woher kommt dieser Erfolg?

Ich bin selber überrascht, dass wir nach eineinhalb Jahren bereits so einen großen Erfolg haben. Zwei Wochen nach dem ersten Mermaiding-Kurs wurde die Presse auf uns aufmerksam. Seitdem sind eigentlich alle Kurse lange im Voraus ausverkauft.

Was genau erwartet die Teilnehmer?

Das Mermaiding ist eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining und enthält Elemente des Synchronschwimmens und Apnoetauchens. Wir üben zum Beispiel Kreisfiguren und Spiralen. Die meisten Teilnehmer müssen erst den Delphinschlag üben und versuchen, nicht so zu schwimmen wie sie es von der Brusttechnik gewohnt sind.

Lassen Sie mich raten: Es kommen vor allem Mädchen in Ihre Kurse?

Ja, das stimmt. Vor allem beteiligen sich Mütter mit ihren Töchtern, aber auch Jungs. Wir bieten passend zu den Kostümen auch das Schminken an, um den Meerjungfrauen-Look zu komplettieren. Aber wir haben auch schon Junggesellinnenabschiede und Firmenfeiern veranstaltet. Wir sind sehr flexibel und machen auf Anfrage eigentlich alles. Speziell für Jungs arbeite ich derzeit an einem neuen Konzept, aber darüber möchte ich noch nichts verraten.

Als Krankenschwester konnten Sie wegen des Stresses nicht mehr arbeiten; aber das Leben als Meerjungfrau scheint nicht viel ruhiger zu sein.

Ich habe viel zu tun und bin meist am Wochenende unterwegs. Deshalb nehme ich meine drei Kinder oft mit zu den Kursen. Dieser Beruf ist sicherlich stressig, aber es handelt sich um schönen Stress. Ich bin mein eigener Herr und kann selber entscheiden. Das ist mir sehr wichtig.

Mermaiding-Kurse im Geibeltbad: 1. April 14.30-15.30 Uhr, 16-17 Uhr, Gebühr 22 Euro, Anmeldungen unter Tel.: 0160/75 17 441

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