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Vom Wolfsrudel im Hohwald fehlt jede Spur

Vom Wolfsrudel im Hohwald fehlt jede Spur

Vom Wolfsrudel im Hohwald bei Neustadt fehlt jede Spur. Wie das Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz" mitteilte, lassen die bisher vorliegenden Monitoringdaten den Schluss zu, dass das Hohwald-Rudel nicht mehr existiert.

2014 gab es keinen Hinweis darauf, dass eine Wolfsfamilie in den Wäldern nördlich der Sächsischen Schweiz umherzieht. Das Gebiet bleibt aber Wolfsregion. "Wir haben nur noch Spuren von einem Wolf entdeckt", berichtete Helene Möslinger vom Kontaktbüro.

Nachweislich erblickten 2012 und 2013 Welpen das Licht der Welt im Hohwald. "Im letzten Jahr gab es keine Hinweise mehr auf einen Wurf", so Möslinger. Der Verbleib des Rudels stellt auch die Wolfsexperten vor ein Rätsel. Wenn die Bedingungen in einem Revier gut sind, bleiben Elterntiere dort und ziehen jedes Jahr Jungtiere auf. Wenn sie ausgewachsen sind, sucht der Nachwuchs nach einem eigenen Revier. Ein Wolf bleibt grundsätzlich seinem Partner ein Leben lang treu. Deshalb verwundert es die Wolfsexpertin, dass nur noch Spuren eines Graupelzes zu finden sind. "Es ist schon rätselhaft, wie ein Rudel verschwinden kann", so Möslinger. Zumal bislang kein Tier tot gefunden wurde.

Das Hohwalder Rudel lebt diesseits und jenseits der Grenze zu Tschechien. Komplett auf die tschechische Seite hat es seinen Lebensmittelpunkt auch nicht verlagert. "Wir stehen mit unseren Kollegen ständig in Kontakt. Sie haben auch keine Hinweise auf mehr als einen Wolf", teilte Möslinger mit. Es war immer derselbe, der im vorigen Jahr auf deutscher und tschechischer Seite in die Fotofalle tappte. Einen Nachweis, dass die anderen Wölfe sich woanders ein neues Revier gesucht haben, liegen derzeit auch nicht vor. "Eine abschließende Bewertung wird für das Gebiet aber erst am Ende des Monitoringjahres vorgenommen", so Möslinger. Dieses endet am 30. April. Das Hohwalder Rudel ist nicht das einzige in Sachsen, was auf einmal verschwunden ist. Auch vom Kollmer Rudel fehlen neuerdings Spuren.

Ob Isegrim im vorigen Jahr zwei Schafe auf der Weide von Gut Gamig bei Dohna gerissen hatte, konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden. Für den Angriff eines Wolfes auf die Wolltiere sprachen die starken Kehlbisse. Untypisch jedoch war, dass nur wenig von den Tieren gefressen wurde, was wiederum für den Angriff eines Hundes sprach. Eine DNA-Analyse war nicht erfolgreich. Das an den Kadavern sichergestellte Genmaterial war zu gering, um einen konkreten Beweis für einen Wolfsangriff zu erbringen, wie Möslinger informierte.

Hinweise zu Wölfen (Sichtungen, Spuren, Risse) nehmen das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz (Tel.: 035772/4 67 62; kontakt- buero@wolfsregion-lausitz.de) oder das Landratsamt des jeweiligen Landkreises entgegen. Ansprechpartner in der Abteilung Umwelt des Landratsamtes Pirna sind Jens Abram (03501/5 15 34 33) und Detlef Uhlig (03501/5 15 34 38).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2015

Silvio Kuhnert

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