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Vom Staudamm Niederpöbel geht keine erhöhte Strahlung aus

Hochwasserrückhaltebecken bei Schmiedeberg Vom Staudamm Niederpöbel geht keine erhöhte Strahlung aus

Die Landestalsperrenverwaltung gibt für das Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel Entwarnung: Von dem künftigen Staudamm gehe keine Gefahr durch eine erhöhte Strahlenbelastung aus. Dies haben aktuelle Messungen ergeben.

An der Grundsohle des Staudamms, wo derzeit das Durchlassbauwerk für die Pöbelbachstraße (S 183) entsteht, wurde der höchste Strahlenwert gemessen. Der Messpunkt wird künftig von einem rund 30 Meter hohen Damm bedeckt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Schmiedeberg. Nachdem wiederholt die Vermutung geäußert worden war, dass vom künftigen Staudamm im Pöbelbachtal bei Schmiedeberg eine erhöhte Strahlenbelastung ausgehe, hat die Landestalsperrenverwaltung (LTV) noch einmal nachgemessen. Am Montag gab die Behörde Entwarnung: „Vom Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel gehen keinerlei Gefahren aus“, teilte die LTV mit. Das hätten aktuelle umfangreiche Überwachungsmessungen ergeben, heißt es in der Mitteilung weiter.

Im Auftrag der LTV wurden an 15 Punkten im gesamten Baufeld des Hochwasserrückhaltebeckens sowie in der 200 Meter entfernten Seitenentnahme, wo Gestein für den Bau des Staudammes gebrochen wird, Messungen durchgeführt. „Fast alle Messerwerte lagen dabei im Bereich der üblichen natürlichen Hintergrundstrahlung dieser Region“, berichtete die LTV. Das traf insbesondere auch auf das Gestein in der Seitenentnahme zu, welches beim Dammbau Verwendung finden soll.

In Deutschland liegt die natürliche Hintergrundstrahlung im Mittel bei 80 bis 120 Nanosievert pro Stunde. Durch den jahrhundertelangen Erzabbau ist die von der Natur ausgehende Strahlung im Erzgebirge etwas erhöht. Im Schnitt beträgt sie örtlich 170 Nanosievert pro Stunde.

Der höchste Wert, der bei der aktuellen Messung ermittelt wurde, reichte knapp an die 300 Nanosievert heran. Wie die LTV mitteilte, habe er allerdings den allgemeinen Orientierungswert nicht überschritten. Der von der Strahlenschutzkommission der Bundesregierung empfohlene allgemeine Orientierungswert liegt bei 300 Nanosievert pro Stunde.

Auch für den erhöhten Messwert gibt die LTV Entwarnung. Er wurde im Bereich der Gründungssohle des Staudamms gemessen. Diese Stelle wird künftig rund 30 Meter unter der Dammkrone liegen und somit von einer dicken Gesteinsschicht bedeckt sein. Seit Ende Juli 2014 befindet sich das Rückhaltebecken im Bau, um den Flutschutz im Pöbelbachtal und im Tal der Roten Weißeritz zu verbessern.

Im vergangenen Juni hatten die Freien Wähler vor einer erhöhten Strahlenbelastung durch das künftige Hochwasserrückhaltebecken gewarnt. Sie beriefen sich dabei auf private Messungen. Die LTV hatte bereits damals den Vorwurf zurückgewiesen einen „strahlenden Damm“ zu errichten. „Das im Pöbelbachtal gewonnene Gesteinsmaterial weist die für das Festgestein in dieser Region üblichen Hintergrundbelastungen auf. Es handelt sich nicht um kontaminiertes, uranbelastetes Gesteinsmaterial“, hieß es bereits damals. Weder in der Planung noch im Planfeststellungsverfahren, an dem auch das Oberbergamt und die Abfallbehörde beteiligt wurden, habe es Indikationen für erhöhte Strahlenwerte gegeben. Um Zweifel auszuräumen, hat die LTV noch einmal nachmessen lassen.

Von Silvio Kuhnert

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