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Volkssolidarität bietet in Radebeul mehr Betreutes Wohnen an

Volkssolidarität bietet in Radebeul mehr Betreutes Wohnen an

Am 1. April 2013 soll es soweit sein. Dann werden die altersgerechten Seniorenwohnungen der Volkssolidarät Elbtalkreis-Meißen in den Sidonienhöfen in Radebeul-Ost bezugsfertig sein und übergeben.

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Seniorenwohnparks wie der Radebeuler "Lößnitzblick" sind keine Pflegeheime. Hier haben Rentner eigene Wohnungen und Treffmöglichkeiten.

Quelle: Martin Förster.

Radebeul/Coswig. Von Stephan klingbeil

Dies bestätigte jetzt Geschäftsführer Frank Stritzke von der Volkssolidarität. Das Interesse an den 46 Wohnungen dort, im neuen Stadtteilzentrum, ist groß. Es gibt üppig gefüllte Wartelisten, sagt Stritzke. Es wird der neunte Standort dieses Volkssolidaritätsvereins sein. Und der zehnte ist schon in Sicht - in Coswig.

Bis Mai 2013 sollen die Wohnungen in der Hauptstraße in Coswig bezugsfertig sein. Dort werden die früheren Räume der Sparkasse umgebaut. 13 Haushalte für Senioren werden dort eingerichtet. "Wohnen mit Service", heißt die hier angebotene abgespeckte Variante des Betreuten Wohnens. Statt 120 bis 140 Euro werden dort zusätzlich zu Miete und Betriebskosten wohl 39 Euro fällig.

"Einen Gemeinschaftsraum wird es dort etwa nicht geben", sagt Stritzke. Dieser stehe jedoch im Coswiger Seniorentreff im alten Möbelhauses Heinze bereit. Hausleitung und Hausmeister seien ebenso nicht in dem neuen Wohnraum angesiedelt, sondern wären bei Bedarf in der Wohnanlage in der fast 200 Meter entfernten Lutherstraße zu erreichen.

Solche Angebote würden begrüßt, sagt der Geschäftsführer. "Denn nicht jeder kann sich Betreutes Wohnen leisten." Und diese Form der bedarfsorientierten Seniorenbetreuung komme gut an. Doch nicht überall ist sie auch DIN-geprüft. In den neuen Bundesländern erfüllt laut den Prüfern der DIN Certco nur das Konzept der Volkssolidarität in Radebeul die Norm. Der Seniorenwohnpark "Lößnitzblick" an der Thalheimstraße in Radebeul trägt seit dem Herbst als einziger Wohnpark jenes Zertifikat zur DIN-Norm 77800 "Betreutes Wohnen" in Ostdeutschland. "Zu Recht", sagt Johannes Giersig. Der aus Dresden stammende 80-Jährige lebt in einem der neun Häuser im größten Volkssolidarität-Park in Radebeul, lobt dort Sauberkeit und Freizeit-Angebote.

Im Deutschen Institut für Normen (DIN) in Berlin wurde die Norm 2006 erarbeitet, um eine Vereinheitlichung und klare Empfehlungen hinsichtlich der Wohnform "Betreutes Wohnen" zu erreichen. Die Anforderungen fielen bisher regional sehr unterschiedlich aus. "Richtiger Wildwuchs wurde teilweise betrieben, man konnte ohne Standards Betreutes Wohnen anbieten." Mit dem Zertifikat soll ein Vergleich besser möglich sein. So wie es zum Beispiel bei der MDK-Qualitätsprüfung der Medizinischen Dienste schon üblich ist.

Die neue DIN-Norm hat aber zunächst keine rechtlich verbindliche Relevanz. Sie kann sich aber bei den beteiligten Institutionen und Unternehmen zu einem Standard entwickeln - und dann verbindlich sein. Das von den Prüfern der DIN Certco nach Kontrolle von Wohnraum, Verträgen, Barrierefreiheit oder Hilfe im Notfall verliehene Siegel wurde bisher noch in 24 Einrichtungen in den alten Ländern verliehen. Warum aber nicht in mehr Wohnanlagen?"Zum einen ist die Teilnahme unverbindlich, ist kein Gesetz", heißt es von Seiten der DIN Certco. Andererseits sei das Verfahren nicht preiswert. Die Volkssolidarität hat dafür fast 7000 Euro ausgegeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.11.2012

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