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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sucht im Pirnaer Friedenspark

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sucht im Pirnaer Friedenspark

Wo sind die Kriegstoten aus dem Friedenspark? Diese Frage treibt die Stadtverwaltung Pirna sowie den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um. Bislang ist man immer davon ausgegangen, dass Opfer des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhe auf der innerstädtischen Grünanlage gefunden haben.

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Quelle: Daniel Förster

Pirna. Wo sind die Kriegstoten aus dem Friedenspark? Diese Frage treibt die Stadtverwaltung Pirna sowie den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um. Bislang ist man immer davon ausgegangen, dass Opfer des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhe auf der innerstädtischen Grünanlage gefunden haben. Nicht zuletzt ließ dies eine Gedenkplatte mit der Aufschrift „Hier ruhen 13 Opfer des Faschismus 1945“ vermuten.

Weil der Stadtrat mit der Neugestaltung des Parks im nächsten Jahr beginnen möchte, begab sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf die Suche nach den Gebeinen. „In Abhängigkeit der Art und des Umfangs eines eventuellen Fundes kann die Stadt entweder eine Genehmigung zur Schaffung einer neuen Kriegsgräberstätte beim  Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz beantragen oder aber die Kriegsopfer in die nächstgelegene Stätte umbetten lassen“, so Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Die Überreste der Kriegsopfer sollen entweder auf den Friedhof der Kirchgemeinde St. Marien umgebettet werden oder es wird im Zuge der Neugestaltung des Friedensparks eine neue Gedenkstätte errichtet. Welche der beiden Varianten im Falle eines Fundes zum Tragen komme, werde die Stadtverwaltung vor Beginn der Neugestaltung noch mit dem Stadtrat beraten, so Nikitin.
In den vergangenen Tagen begaben sich die Umbetter Joachim und Norbert Kozlowski auf die Suche nach den Toten im Friedenspark. Mit einem Kleinbagger hob Steve Bredack, ein Mitarbeiter vom Bauhof Pirna, das Erdreich rund um die Grabplatte aus. Danach baggerte er an einer anderen Stelle eine zweite Fläche aus. Auf Gebeine stießen die Umbetter jedoch nicht. „An den Orten an der Gedenkplatte, deren Umfriedung sowie dem ehemaligen, verfüllten Schwanenteich führten die Grabungen zu keinem Fund“, berichtet Nikitin. Von den 13 Kriegsopfern fehlt jede Spur.
Die Grabungen haben die Umbetter vorerst beendet. Der Volksbund bleibt aber an der Lösung des Rätsels vom mysteriösen Verbleib der Kriegstoten dran. „Er wird nun mit der Auswertung von Luftbildern des Areals Friedenspark  fortfahren und möchte parallel dazu Zeitzeugen mit gesicherten Kenntnissen  befragen“, teilt Nikitin mit. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hofft man im Rathaus auf Hilfe aus der Bevölkerung. „Wer gesicherte Hinweise zum Sachverhalt beitragen kann, wird gebeten, die Stadtverwaltung Pirna, Bereich Stadtentwicklung, zu kontaktieren“, so Nikitin. Zu erreichen ist sie telefonisch unter 03501/556305.

Silvio Kuhnert

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