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Vogelwiese in Pirna soll Wohnpark werden

Vogelwiese in Pirna soll Wohnpark werden

Die Stadtverwaltung Pirna unternimmt einen neuen Anlauf, um aus dem Copitzer Festgelände einen Eigenheimstandort zu machen. Auf seiner nächsten Sitzung soll der Stadtrat die Grundsatzentscheidung fassen, dass die Vogelwiese als Bauland für Einfamilienhäuser erschlossen wird.

Pirna. Von silvio Kuhnert

Pirna. Die Stadtverwaltung Pirna unternimmt einen neuen Anlauf, um aus dem Copitzer Festgelände einen Eigenheimstandort zu machen. Auf seiner nächsten Sitzung soll der Stadtrat die Grundsatzentscheidung fassen, dass die Vogelwiese als Bauland für Einfamilienhäuser erschlossen wird. "Im Jahr 2012 ist ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Einfamilienhausgrundstücken im Stadtgebiet zu verzeichnen", begründet Stadtplaner Steffen Möhrs diesen Schritt. Gleichzeitig habe sich das Angebot bei der Stadtentwicklungsgesellschaft wie auch bei privaten Projektentwicklern erheblich reduziert.

Bereits vor zwei Jahren machte das Stadtplanungsamt den Vorstoß, die traditionelle Festwiese in eine Wohnsiedlung umzuwandeln. Dies fand im Stadtparlament keine Mehrheit. Die Räte ließen alles beim Alten und sprachen sich auch gegen eine Aufwertung des Festareals durch Neugestaltung aus. Sie sahen im Herbst 2010 keinen Handlungsbedarf.

Damals übten sich die Häuslebauer in der Elbestadt aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in Zurück- haltung. Wurden in den Jahren 2007 und 2008 jeweils 31 Ein- und Zweifamilienhäuser fertiggestellt, waren es 2009 noch 27 und 2010 nur zehn. Jedoch bereits im vergangenen Jahr setzten Pirnaer wieder fleißig Stein auf Stein und feierten die Einweihung von 38 Häusern. "Auch in den nächsten Jahren wird von einer Bautätigkeit in Höhe von zirka 30 Einzelhäusern oder Doppelhäusern pro Jahr ausgegangen", informiert Möhrs. Das bringt das Pirnaer Rathaus in Zugzwang. Insgesamt seien in der Elbestadt derzeit rund 230 Bauplätze vorhanden. Allerdings stehen von ihnen derzeit nur knapp 60 für eine sofortige Bebauung zur Verfügung. Damit könne der kurzfristige Bedarf an Bauland nur für die nächsten zwei Jahre gedeckt werden, schildert Möhrs das Problem. Er rechnet damit, dass Pirna in Zukunft auch vom Bevölkerungswachstum in Dresden profitiert.

Ein kleines Pflänzchen gedeiht bereits im übertragenen Sinne. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Pirna 33 neue Einwohner durch Zuzug gewinnen. "Diese Tendenz sollte durch ein entsprechendes Wohnungs- und Baulandpotential verstetigt werden", meint Möhrs. Denn es sei nicht zuletzt aus finanziellen Gründen eine stetige Abwanderung junger Häuslebauer in das Dresdner Umland zu beobachten. Während für einen Quadratmeter Bauland in der Landeshauptstadt zwischen 210 Euro (sehr gute Lage) und 88 Euro (einfache Lage) zu zahlen sind, betrug der Quadratmeterpreis für die zuletzt verkauften Bauplätze am Postweg, in Zehista und in Birkwitz zwischen 70 und 80 Euro.

Auf der Vogelwiese fanden früher große Volksfeste statt. Heute gibt es dort im Schnitt nur noch zwei bis drei Zirkusvorstellungen im Jahr. "Mit dem Rückbau der ehemaligen Haußnerschule wurde ein adäquater Festplatz für die Gastspiele von Wanderzirkussen geschaffen", erklärt Möhrs und wirbt dafür, die Vogelwiese für Häuslebauer freizugeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2012

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