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Vier wollen Sachsens nächste Weinkönigin werden

Weinland Sachsen Vier wollen Sachsens nächste Weinkönigin werden

Vier Damen wollen die 29. Sächsische Weinkönigin werden. Anna Bräunig, Friederike Wachtel, Maria Lehmann und Sandra Ruhland treten beim alljährlichen Wettbewerb um die Krone der Weinkönigin und um die beiden Krönchen der Weinprinzessinnen an. Was damit schon feststeht: Wieder geht nur eine der Bewerberinnen leer aus.

Sachsens Weinkönigin Daniela Undeutsch (Mitte) stellte in der Hoflößnitz die Kandidatinnen fürs nächste Amtsjahr vor: Maria Lehmann und Friederike Wachtel links von ihr sowie Sandra Ruhland und die amtierende Weinprinzessin Anna Bräunig rechts neben Daniela Undeutsch bewerben sich um das Ehrenamt.
 

Quelle: Lars Müller

Radebeul.  Vier Damen wollen die 29. Sächsische Weinkönigin werden. Eine fünfte Bewerberin hat zunächst auf ihre Teilnahme verzichtet, weil sie noch ein ähnliches Ehrenamt als landwirtschaftliche „Hoheit“ bekleidet. So treten am 5. November im Zentralgasthof Weinböhla Anna Bräunig, Friederike Wachtel, Maria Lehmann und Sandra Ruhland beim alljährlichen Wettbewerb um die Krone der Weinkönigin und um die beiden Krönchen der Weinprinzessinnen an. Was damit schon feststeht: Wieder geht nur eine der Bewerberinnen leer aus. Das gab es in den vergangenen Jahren wiederholt, weil es dem Weinbauverband kaum gelang, mehr als vier Interessentinnen zur Teilnahme zu bewegen. Immerhin haben die Weinfreunde und offiziellen Jurymitglieder mit vier Bewerberinnen um drei Ämter wenigstens ein Wahl.

Die Meißnerin Bräunig, 25 Jahre alt, ist keine Unbekannte. Die Büroleiterin in einer Filiale eines großen Versicherungsunternehmens ist bereits amtierende Weinprinzessin und hat in den zurückliegenden Monaten recht geschickt und unaufgeregt sächsische Weine repräsentiert. „Ihr hoheitlicher Einsatz für das Weinland Sachsen hat ihre Liebe zum einheimischen Wein noch verstärkt“, formuliert es der Weinbauverband. Scheurebe ist wegen des „faszinierenden und komplexen Repertoires an Aromen“ ihre Lieblingsweinsorte.

Die 27-jährige Wachtel aus Dresden wird als eine „sächsische Weinliebhaberin mit Kommunikationsstärke, Mut und Leidenschaft“ beschrieben. „Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst“ sei ihr Lebensmotto. Die Pressesprecherin des Heinrich-Schütz-Konservatorium liebt besonders Traminer.

Lehmann, 27 Jahre alt, ist ausgebildete Einzelhandelskauffrau und arbeitet als Kundenberaterin in einem Versicherungsunternehmen. Ihre Liebe zum Wein habe sie durch ihren Mann entdeckt, der aus dem Familienweingut Lehmann in Diesbar-Seußlitz stammt und dort auch als Weinbauer arbeitet. Sie unterstütze ihn im Weinberg und im Weinkeller und schenke an guteigenen Weinständen auf Festen aus. Sie gibt an, auch Hintergrundinformationen zum Wein liefern zu können. Besonders mag die Verkäuferin Goldriesling und Schieler.

Die gebürtige Radebeulerin Ruhland ist 31 Jahre alt und lebt in Weinböhla, wo sie sich als staatlich anerkannte Diätassistentin selbständig gemacht hat. Ihr liege es am Herzen, „den ernährungsphysiologischen Aspekt mit dem Thema Wein zu verknüpfen“. Sie möchte den Wein und seiner Kultur zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Die Naturliebhaberin steht auf Traminer.

Pikant bei der diesjährigen Wahl: Bewerberin Lehmann ist familiär mit einem Weingut verbunden, das nicht Mitglied im Weinbauverband ist. Die Weinhoheiten allerdings seien zuallererst den Winzern des Verbandes verpflichtet, hat dessen Vorstand in der Vergangenheit wiederholt betont. Zumindest für Unbehagen dürfte in Verbandskreisen auch der noch nicht aufgeklärte Weinskandal sorgen. Immerhin haben sich drei betroffene Weinkellereien bisher nicht zu erkennen gegeben. Das Misstrauen in der Winzerschaft bleibt angesichts dieser unaufrichtigen Mitbewerber groß.

Der Weinbauverband gibt sich gewohnt unbeeindruckt von allen Zweifeln und zieht das Routineprogramm durch. Wie in den vergangenen Jahren werden die Kandidatinnen erst einmal intensiv vorbereitet. So bringt Geschäftsstellenleiterin Sandy Prüger, selbst einstige Weinhoheit, den Bewerberinnen allerlei rund um den Wein und das Anbaugebiet Sachsen bei. Zudem wird unter anderem Konrad Scheerbaum, Chefverkoster des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth, die Sensorik der Damen schulen. Sogenannte Weinhoheiten gibt es in Sachsen seit 1987. Sie repräsentieren als eine Art Maskottchen der Verbandswinzer das Anbaugebiet Sachsen und den Rebensaft der Elbhänge überwiegend in der Region, aber auch bei größeren Messen außerhalb des Weinbaugebietes.

Von Lars Müller

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