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Viele Bewerber haben keinen Schulabschluss

Viele Bewerber haben keinen Schulabschluss

Die Zahl der Auszubildenden geht im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weiter zurück. Im Ausbildungsjahr 2011/2012 suchten mit Hilfe der Arbeitsagentur 1344 Jugendliche eine Lehrstelle.

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Pirna. "Das waren 108 Bewerber beziehungsweise 7,4 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr", teilte gestern Arbeitsamtschefin Cordula Hartrampf-Hirschberg mit. 56 Jungen und Mädchen waren zum Ende des Ausbildungsjahres noch ohne Ausbildungsvertrag. Vor einem Jahr gab es nur 27 Schulabgänger ohne Lehrplatz.

Für den leichten Anstieg gibt es mehrere Gründe. Zum einen nahm die Zahl der gemeldeten freien Stellen ab. In den vergangenen zwölf Monaten waren 1072 Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das waren rund 120 Lehrstellen weniger im Vergleich zu 2010/11, aber 220 mehr als vor zwei Jahren. Zum anderen haben mehr Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. Die Agentur versucht nun, für 50 Mädchen und Jungen ohne Abschlusszeugnis einen Lehrberuf zu finden. Im vergangenen Jahr waren es 33 Jugendliche.

Schwer in Lohn und Brot zu bringen sind auch junge Erwachsene mit schlechten Noten. Deshalb appelliert Agenturchefin Hartrampf-Hirschberg an die Unternehmen, auch Schulabgängern mit schwächeren Leistungen eine Chance zu geben. "Ausbildung im eigenen Betrieb ist die beste Möglichkeit, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Manche Mädchen und Jungen benötigen besondere Hilfe über das übliche Maß hinaus, um erfolgreich eine Ausbildung absolvieren zu können", erklärte Hartrampf-Hirschberg.

Während im Raum Dippoldiswalde und Sebnitz fast alle Schulabgänger eine Ausbildung begannen, gab es im Bereich Pirna und Freital mit 24 beziehungsweise 18 besonders viele Jugendliche ohne Lehrstellen. Hartrampf-Hirschberg appelliert daher an die künftigen Azubis, sich nicht auf einen Berufswunsch zu versteifen, sondern sich auch für andere Berufszweige und Branchen zu öffnen.

Die Top-Ten der Berufswünsche ähnelt denen der vergangenen Jahre. "Berufe im Handel sind sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen sehr beliebt", sagt Hartrampf-Hirschberg. Jungs möchten am liebsten außerdem die Berufe Kfz-Mechatroniker sowie Koch, Fachlagerist und Tischler erlernen. Die Favoriten der Mädchen sind dagegen Verkäuferin, Bürokauffrau und Floristin.

Tatsächlich gesucht werden dagegen im Landkreis vor allem Azubis im Hotel- und Gastgewerbe (siehe Grafik). Außerdem gibt es die meisten gemeldeten Stellen bei Ausbildungsberufen im Handel und im Bereich Produktion und Fertigung. Bis Ende September blieben 63 der bei der Arbeitsagentur gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Im vergangenen Jahr lag die Zahl mit 86 etwas höher. S.K.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.11.2012

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