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Viel Abendland und ein wenig Orient auf Radebeuls "Lichterglanz und Budenzauber"

Viel Abendland und ein wenig Orient auf Radebeuls "Lichterglanz und Budenzauber"

"Wir bringen die heile Welt nach Altkötzschenbroda - zumindest die Illusion davon", sagt Helmut Raeder. Er zeichnet für das Programm des Radebeuler Weihnachtsmarkts "Lichterglanz und Budenzauber" verantwortlich, der an den ersten drei Adventswochenenden von Freitag bis Sonntag geöffnet hat.

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Puppenspielerin Conny Fritzsche mit Ursula Rättin und Winzer Karl Friedrich Aust machen Appetit auf den Radebeuler Weihnachtsmarkt "Lichterglanz und Budenzauber". Dieser wartet wieder mit viel Musik und Theatertruppen sowie 85 Ständen, davon 25 mit Winzerglühwein, auf.

Quelle: Anja Schneider

Radebeul. Das beruht zum Einen auf vielen von den Besuchern geschätzten Bestandteilen, etwa den Auftritten von Arnold Böswetter (5.12. 15.30/16.30/ 17.30 Uhr; 6.12. 15/16.30/18 Uhr), dem Konzert der Radebeuler Chöre in der Friedenskirche (13.12., 17 Uhr), dem Dauerbrenner "Frau Holle verliert die Kontrolle" (6.12. 15.30/17 Uhr) oder den Bastelwerkstätten auf dem Kirchvorplatz.

Zum anderen haben die Macher vor einem Dreivierteljahr, als sie sich für die neue Gestaltung des obligatorischen Lichterpfads entschieden, gutes Gespür dafür bewiesen, was "in unserer angespannten Zeit" gefragt sein könnte, wie Raeder zufrieden anmerkt. Den als Ruheinsel mitten im Trubel gedachten Ort gestaltet der Dresdner Künstler Christopher Simpson mit bemalten Glasscheiben, deren Motive an Bilder von Ludwig Richter angelehnt sind. Dessen Schaffen stehe wie kein zweites sinnbildlich für das traditionelle, fröhliche Weihnachtsbild. Zu sehen sein werden mehr als 30 in alte Fensterrahmen eingefügte Glasscheiben, die zu zehn Laternen zusammengebaut sind. Wer will, kann sie als leuchtende Bilder des traditionellen Abendlandes sehen.

Da der Radebeuler Weihnachtsmarkt auch ein "weltoffenes Fest" sein soll, wie Raeder sagt, sei auch ein wenig der Orient zu Gast. Das vor allem in der Person des pakistanischen Geschichtenerzählers Ahsan Nadeem Sheikh, der seine auf Tanz und Musik gestützte Erzählkunst bereits bei den diesjährigen Karl-May-Festtagen präsentiert hat (5.12., 15/16/17 Uhr; 6.12., 14.30/16/17.30 Uhr). Weil das Theaterzelt damals so klein und meist rappelvoll war, wolle man den Radebeulern eine erneute Chance geben, eine Vorstellung Sheikhs zu besuchen, meint Raeder.

Dabei kommen längst nicht mehr nur die Bewohner der Lößnitzstadt zum hiesigen Weihnachtsmarkt. Im Kulturamt schätzt man, dass an den neun Öffnungstagen mit 50 000 Besuchern zu rechnen sei. Die Herbergen der Stadt seien jedenfalls in der Adventszeit fast gänzlich ausgebucht, sagt Kulturamtsleiter Alexander Lange. Er empfiehlt allen Besuchern, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Wer dennoch mit dem Auto aus Dresden kommt, sollte am besten über die Niederwarthaer Brücke zum Parkplatz an der Festwiese fahren, weil die Kötzschenbrodaer Straße wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Am ersten und dritten Advent sind auch die umliegenden Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet.

uwe hofmann

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