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Videokamera am Weißen Haus in Radebeul erregt die Gemüter

Videokamera am Weißen Haus in Radebeul erregt die Gemüter

Eine Überwachungskamera am Jugendtreff Weißes Haus in Radebeul erregt derzeit die Gemüter. Betreuer hatten das Gerät vorige Woche an der Hauswand des städtischen Gebäudes angebracht, das vielen auch als White House bekannt ist.

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Diese Kamera wurde vorige Woche am Weißen Haus montiert. Nicht ohne Grund.

Dort, wo der Verein Noteingang Räume bezogen hat, halte die Kamera das Geschehen im Innenhof fest. Und nicht nur das: Bald soll eine weitere Kamera dort montiert werden, wo sich der Barnyard Club befindet.

"Das dient der Abschreckung", erklärt der Leiter Peter Heilsberg gegenüber den DNN. Randalierer hätten sich auf dem Gelände ausgetobt. In den beiden benachbarten Hallen wurden Scheiben zerstört. Staatsweingut Wackerbarth und Stadt würden dort Lager unterhalten. Der Schaden liege bei mehreren hundert Euro. "Wir mussten uns etwas einfallen lassen, wie man so etwas unterbinden kann", sagt Heilsberg. Die Kamera sei eine Option, die man nun ausprobiere.

Aus dem Umfeld des Weißen Hauses heißt es, dass es vor allem im Sommer immer mal wieder richtig zur Sache geht. Bei einer Feier mit 200 Leuten seien einige Gäste ausgerastet. Sie hätten Scheiben eingeschlagen, Bierflaschen flogen. Zudem seien Teile der neuen Skater-Anlage angezündet worden. Auch einen Bagger, der auf dem Areal der Kötzschenbrodaer Straße stand, hätten Unbekannte aufgebrochen.

"Kameras, Überwachung und Abschreckung sind die falsche Antwort auf Vandalismus oder Unordnung", kritisiert SPD-Stadtrat David Schmidt. Es sei "vielleicht die billigste Lösung", wirksamer sei aber soziale Arbeit. "Wenn das Zusammenleben hier nur noch mit Überwachung funktioniert, hinken wir einige Jahrzehnte hinterher." Bei jugendlichen Stammgästen des White House scheiden sich die Geister.

Wenn man so Randale verhindern kann, sei die Überwachung in Ordnung, sagen die einen. Andere fühlen sich gestört. Manche behaupten jedoch, die Kameras seien nur Attrappe. Sowohl im Weißen Haus, als auch im Rathaus will man diese Vermutung weder bestätigen, noch dementieren. Die Kamera zeige bereits Wirkung. Vor allem bei den Jüngeren. Auch deren Eltern soll gezeigt werden, das man etwas tut für die Sicherheit.

Seit Schließung des Freizeitzentrums Rosenhofs Ende Juni kommen immer mehr Jüngere ins Weiße Haus, sagt Heilsberg. "Wir sind nun der einzige Jugendtreff der Stadt." Die Zukunft des verbliebenen Treffpunkts in Lindenau ist ungewiss. Die Stadt will das Gebäude abreißen, sollte sich kein Konzept und kein Träger finden. Immer wieder sei "nur geredet" worden. Zuletzt hat man dort den Verein Noteingang als Partner eingebunden. Im September ist ein Runder Tisch zur Zukunft dieses Treffs geplant, sagt Vereinschef Stefan Breuer. Im Rathaus will man davon bislang noch nichts gehört haben, man warte auf konkrete Vorschläge.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.08.2012

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