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Verzögerung bei Fassadensanierung: Neues Gesicht der Börse Coswig lässt auf sich warten

Verzögerung bei Fassadensanierung: Neues Gesicht der Börse Coswig lässt auf sich warten

Die Fassadensanierung an der Börse Coswig verzögert sich. Eigentlich hätten die Gerüste Ende dieser Woche fallen sollen. "Wir haben drei Wochen Verzug", sagt Börse-Chef Thomas Kretschmer nun den DNN.

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Trotz Baustellenatmosphäre vor der Tür begrüßt Anne Schurbogen im Verkaufsbüro der Börse Kunden. Börse-Chef Thomas Kretschmer muss drei Wochen Verzögerung bei der Fassadensanierung hinnehmen, sieht aber kein Problem für den Veranstaltungsbetrieb.

Quelle: Uwe Hofmann

Schuld habe der Putz am 1993 errichteten Anbau an das historische Börse-Gebäude. Der hat sich als hartnäckiger erwiesen als gedacht. Weil in einem Teil das Mauerwerk Schaden zu nehmen drohte, wenn ihn die Arbeiter abschlagen, ist der Putz an der Südfassade sogar teilweise erhalten geblieben. "Das war für uns die sinnvollste Entscheidung. Die Stelle wird so überputzt, dass nachher nichts mehr davon zu sehen ist", sagt Kretschmer.

Die Verzögerung hat aber auch ihr Gutes. So beschäftigt sich derzeit ein Statiker mit dem Börse-Altbau. Dort hat sich ein Dachbalken so verzogen, dass er von innen gegen das Gemäuer drückt und dort für Risse gesorgt hat. Nach der ursprünglichen Planung sollte er einfach nur gekürzt und die Risse verspachtelt werden. Man sei dann aber nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass "es mit 1000 Euro Zimmermannsleistung nicht getan ist", wie Kretschmer sagt. Ein Fachmann wurde damit beauftragt, etwaige Veränderungen in der Statik des Gebäudes zu überprüfen. Seine Ergebnisse werden in den nächsten Wochen erwartet. Sollte sich alles als weniger dramatisch herausstellen, könnte dann mit der Reparatur begonnen werden. Die Rückseite der Börse, wo der Balken gegen die Wand drückt, wird ohnehin erst Ende Oktober fertig sein, wie die Bauplanung festgelegt hat. Damit könne man leben, weil ja keine Funktion des Veranstaltungshauses beeinträchtigt werde, weder die Parkplätze noch die Wege zum Ticketshop oder zum Saal, meint Kretschmer.

Die für den Publikumsbetrieb und das Restaurant wichtige Straßenfront der Börse soll allerdings schon Anfang Oktober fertig sein. Dann wird auch der Veranstaltungsbetrieb auf Hochtouren laufen, den Kretschmer wohlwissend bis Ende September auf Sparflamme gesetzt hat. "Veranstaltungen im Inneren sind durch die Umbauten zwar in keiner Weise beeinträchtigt, wir wollen aber unseren Gästen nicht zumuten, über eine Baustelle gehen zu müssen", sagt er.

Die Fassade wird künftig stärker farblich gegliedert, wobei das an die letzte Börsesanierung erinnernde Türkis einem kräftigen Blau-Ton weichen wird. Der historische Gebäudeteil, in dem sich auch der große Saal befindet, soll sich dagegen in einem hellen Beige absetzen. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob die Baukosten durch die Verzögerung steigen. Derzeit sind 170 000 Euro veranschlagt, von denen rund 80 000 vom Kunstministerium und weitere 8000 Euro vom Kulturraum kommen. Im nächsten Jahr wolle man dann den Saal sanieren, dann sei das Haus wieder auf Stand gebracht, wie Kretschmer sagt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2014

Uwe Hofmann

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