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Verunglückter Motorradfahrer in Moritzburg war offenbar viel zu schnell unterwegs

Verunglückter Motorradfahrer in Moritzburg war offenbar viel zu schnell unterwegs

Einen Tag nach dem [link:700-NR_DNN_65843-1] auf der Radeburger Straße in Moritzburg, bei dem am Sonntag ein Motorradfahrer und zwei Pferde ums Leben kamen, saß der Schock tief über das grausige Geschehen nahe dem Wildgehege.

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Einen Tag nach dem schweren Unfall auf der Radeburger Straße in Moritzburg, bei dem am Sonntag ein Motorradfahrer und zwei Pferde ums Leben kamen, saß der Schock tief über das grausige Geschehen nahe dem Wildgehege.

Quelle: dpa

„Das ist für uns alle sehr tragisch“, sagte Gundula Bleul, Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft „Kulturlandschaft Moritzburg“.

Sie kennt den Fuhrunternehmen Bernd Haase, dessen Kutsche in den Unfall verwickelt war, denn ihr Unternehmen vermittelt Kutschfahrten. Haases vierjähriger Wallach Eddie war sofort tot, Schimmelstute Bella (11) musste von der Polizei erschossen werden. „Ihr Bein war gebrochen und der Bauch aufgeschlitzt“, berichtete er. Die Sportmaschine des 26-jährigen Motorradfahrers war unter den Tieren hindurchgefahren und hat beide schwer verletzt, bevor sie im Straßengraben landete.

16.20 Uhr erfuhr die Polizei am Sonntag vom Unfall auf der Straße zwischen Moritzburg und Berbisdorf. Laut ihrer vorläufigen Rekonstruktion war der Motorradfahrer über eine Hügelkuppe gefahren und entdeckte da die Kutsche, einen „Landauer“. Sie war mit sechs Fahrgästen besetzt, darunter zwei Kindern und einem Teenager und überquerte gerade die Straße, auf der an dieser Stelle maximal 60 Stundenkilometer gefahren werden dürfen. Laut Polizeisprecher Wolfgang Kießling hat der Motorradfahrer vor dem Unfall noch ein Auto überholt. [link:700-NR_DNN_65843-2]

Dass er zu schnell unterwegs war, bestätigte er nicht. Unbestätigten Angaben zufolge ist der 26-Jährige aber mit extrem hoher Geschwindigkeit durch den Wald bei Moritzburg gerast. „Das Motorrad überholte mit Höllentempo“, berichtete Haase. Als plötzlich die Kutsche im Weg stand, soll der 26-Jährige noch versucht haben, dem Gespann auszuweichen. Dabei stürzte er und seine Maschine erwischte die zwei Pferde. Der Kradfahrer war auf der Stelle tot, der Kutscher erlitt einen Schock.

„Kutschen sind ganz normale Verkehrsmittel und auch so zu beachten“, sagte Tourismuschefin Bleul. Natürlich seien sie langsamer unterwegs als andere Fahrzeuge, das bringe auch ein anderes Fahrverhalten mit sich. „Zum Glück ist der Motorradfahrer nicht gegen die Kutsche gefahren“, stellte sie fest. Die Tierschutzorganisation „Peta“ forderte am Montag als Konsequenz aus dem Unfall, Kutschfahrten in Moritzburg zu verbieten. „So ein Irrsinn“, kommentierte Bernd Haase dieses Ansinnen. Aus dem Landratsamt, das für eine solche Entscheidung zuständig wäre, hieß es, das treffe wahrscheinlich die Falschen.

In Moritzburg gibt es sechs Kutsch-Unternehmen. Der letzte vergleichbare Unfall ereignete sich 2010. Damals stießen zwei Motorräder auf derselben Straße gegen eine Kutsche, ein Biker wurde schwer verletzt, ein Fahrgast fiel aus der Kutsche.

cs / dpa

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